Alexander Zverev bei Gerry Weber Open

Nach Halle-Aus: Zverev äußert sich zu Verletzung und Wimbledon

Alexander Zverev ist in der ersten Runde der Gerry Weber Open in Halle an Borna Coric gescheitert. Anschließend stellte er sich den Fragen zu seinem Verletzungsstatus und der weiteren Vorbereitung für Wimbledon – und gab sich vorsichtig optimistisch.

„Ich habe zwei Wochen Zeit. Da werde ich es schon irgendwie hinbekommen“, beantwortete Zverev die Frage, wie zuversichtlich er sei, seine fehlende Trainingshärte innerhalb von zehn Tagen bis zum Wimbledon-Turnier auszumerzen. Zuvor hatte er gegen den jungen Kroaten Borna Coric mit 1:6, 4:6 und damit erstmals seit den French Open 2017 in einer ersten Runde verloren (HIER geht es zum Bericht).

Es war Zverevs erster Wettkampf seit dem Aus im Viertelfinale der French Open gegen Dominic Thiem, bei dem er sich nach eigenen Angaben einen 4,5 Zentimeter langen Riss im linken Oberschenkel zugezogen hatte (HIER gibt es dazu die Einordnung). Der Riss sei zum Glück viel schneller zugewachsen, bekannte die deutsche Nummer eins bevor dem Match und gab nach dem Aus detailliert Auskunft.

Alexander Zverev: „Habe mich komplett schmerzfrei gefühlt“

„Ich habe mich komplett schmerzfrei gefühlt, da bin ich sehr froh drüber. Ich wollte Halle als Test nehmen, um zu schauen, wie es sich anfühlt. Das war gut.“ Allerdings bekannte der Weltranglistendritte ebenfalls, dass es ihm an Training und Wettkampf fehle. „Meine Vorbereitung auf das Rasenturnier in Halle war genau ein Training und ein Doppelmatch. Und das war’s. Mehr habe ich auf Rasen wegen der Verletzung nicht gespielt.“ Zverev lobte zudem Coric, gegen den er auch fit in bislang drei von vier Vergleichen unterlegen war.

Alexander Zverev will weiter Rasenpraxis sammeln – am besten mit Bruder Mischa im Doppel der Gerry Weber Open

„Das ist ein Top 30 Spieler. Um gegen solche Leute zu gewinnen, muss man sein bestes Tennis spielen, vor allem wie er spielt, er macht keine Fehler, er macht keine Geschenke. Ich war heute einfach nicht in der Lage, das zu tun“, resümmierte Zverev, der jetzt vor allem eins tun will: trainieren. Er habe halt keinen einzigen Ball auf dem Schläger gehabt, also Timing und Gefühl für Rasentennis gefehlt. „Aber das sind Sachen, die ich einfach nur trainieren muss, das  ist alles“, sagte Zverev. Das wird er in Westfalen tun, gab er an.

Matchpraxis im Doppel? Zverevs bleiben in Halle

Der Zverev-Clan bleibt unabhängig vom Ausscheiden in Halle, um die Rasen-Bedingungen – ähnlich der in Wimbledon – auszunutzen. Ohnehin ist Alexander mit Bruder Mischa noch in der Doppel-Konkurrenz vertreten. Allerdings hat sich Mischa Zverev bei seinem Aus gegen Kharen Khachanov ebenfalls am Oberschenkel verletzt.

„Er hat einen Ausfallschritt gemacht und seine Beine sind ausgerutscht. Deswegen muss er schauen, wie er sich fühlt. Aber wir bleiben sowieso hier. Wir trainieren hier. Die Bedingungen hier sind sehr gut für Wimbledon. Deswegen hoffe ich, dass es ihm gut geht und wir weitermachen können im Doppel.“