Zverev unterliegt Thiem im Viertelfinale der French Open

Zverev-Verletzung: „Befürchtete, Wimbledon nicht zu spielen“

Alexander Zverev bestreitet am Dienstag mit seiner Auftaktpartie bei den Gerry Weber Open in Halle/Westfalen den ersten Wettkampf seit seiner im Viertelfinale der French Open erlittenen Verletzung am Oberschenkel. Die sei zunächst schlimmer gewesen, als erwartet, gab der 21–Jährige in Halle an.

Zverev, der beim ATP 500-Turnier hinter Roger Federer an zwei gesetzt ist, hatte sich nach eigenen Angaben gegen Dominic Thiem bei den French Open eine 4,5 Zentimeter langen Muskelriss im linken Oberschenkel zugezogen. Die Rasen-Saison stand auf der Kippe.

Doch gegen die Erwartung der Ärzte verheilte der Muskel bei Zverev schneller. „Eigentlich dauert dieser Heilungsprozess bis zu vier Wochen, bei mir ist das innerhalb von neun Tagen wieder zugewachsen“, sagte Zverev in einer Presserunde vor seiner Auftaktpartie gegen Borna Coric. Zverev wurde deutlich: „Zuerst musste ich befürchten, dass ich in Halle und Wimbledon gar nicht spielen würde.“

Fragezeichen hinter Zverevs Aussage

Zwar tätigte Zverev die Aussage, sein Muskel sei gerissen, höchstpersönlich. Vor Ort wird aber diskutiert, ob es sich wirklich um einen Riss des Muskels oder „nur“ um einen Muskelfaserriss gehandelt hat. Neun Tage Heilungszeit für einen Muskelriss scheint im Vergleich mit vergangenen Fällen extrem schnell. Eine tennis MAGAZIN-Anfrage vor Wochenfrist  an das Management zur Verletzung von Alexander Zverev blieb bis zum Dienstag unbeantwortet.

So oder so spielt der Deutsche nun gegen Borna Coric, gegen den Zverev bei den US Open 2017 verlor. Zverev rechnet nun mit einem „echt schweren Match“: „Wir kennen uns beide sehr gut, da gibt es keine wirklichen Überraschungen.“

Auch zur eigenen, gestiegenen Erwartungshaltung äußerte sich die deutsche Nummer eins: „Mit 18 ist man froh, wenn man ein Halbfinale bei einem kleineren ATP-Turnier gewinnt. Aber heute will man bei den großen Turnieren gegen die Besten gewinnen. Das ist ganz normal.“