Alexander Zverev

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 11: Alexander Zverev of Germany plays a backhand in his singles match against Rafael Nadal of Spain during Day Two of the Nitto ATP World Tour Finals at The O2 Arena on November 11, 2019 in London, England. (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Alexander Zverev: „Nächstes Jahr wird besonders werden“

Alexander Zverev sprach im Interview mit der Sport Bild über den idealen Turnierkalender, Ivan Lendl und die „Big Three” um Federer, Nadal und Djokovic.

Alexander Zverev hat im Interview mit der Sport Bild seine Kritik am dichten Turnierkalender erneuert. „Der Turnierkalender ist viel zu voll. Wir spielen elf Monate im Jahr. Dann haben wir zwei Wochen Pause, bis das Training wieder losgeht. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Deswegen nehmen sich die Topleute mehr Pausen und lassen einige Turniere aus. Wir jungen Spieler können das noch nicht so machen. Aber später wird das bei mir bestimmte auch so sein“, sagte Zverev.

Sein Vorstellung für eine ideale Saison sieht wie folgt aus: „Neun oder sogar acht Monate wären perfekt. Dann hätten wir genug Zeit für Regeneration und Vorbereitung.“ Der Weltranglistensiebte wird nächste Woche beim Davis-Cup-Finalturnier in Madrid nicht dabei sein und spielt stattdessen mit Roger Federer vier Schaukämpfe in Chile, Kolumbien, Mexiko und Ecuador. Zverev bestreitet zudem kurz vor Silvester einen weiteres Show-Event mit Federer im chinesischen Hangzhou.

Zverev: „Alles andere hätte weniger Wert”

Der 22-Jährige sprach in der Sport Bild zudem über seine kurze Partnerschaft mit Ex-Trainer Ivan Lendl. Die beiden gingen nach dem Wimbledonturnier getrennte Wege. „Ich habe es probiert mit Ivan. Aber manchmal passt es persönlich nicht. Die Arbeit auf dem Tenniscourt ist das eine, aber man muss auch persönlich zurechtkommen. Am Ende war es schwierig, daher haben wir es gelassen. Vielleicht war es einfach auch nur der falsche Moment, als wir zusammengekommen sind“, sagte Zverev über Lendl.

Die Großen Drei um Federer, Nadal und Djokovic haben nicht nur Zverev, vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren, große Titel meist verbaut. Dennoch hofft der Deutsche, dass die „Big Three“ noch möglichst lange spielen. „Ziel ist immer noch, die Nummer eins der Welt zu werden. Aber das möchte ich erreichen, solange Roger, Rafa und Novak noch spielen. Alles andere hätte weniger Wert. Ich möchte die Nummer eins werden, weil ich besser bin und nicht, weil die anderen aufhören. Ich denke, dass es nächstes Jahr einen neuen Grand-Slam-Champion geben wird. Ob ich derjenige sein werde, weiß ich nicht. Aber es ist Zeit für einen Wachwechsel. Nächstes Jahr wird besonders werden.“