Tennis-Ikone Becker sieht Zverev in der Verfolgerrolle

Becker über Zverev: „Halbfinale wäre ein großer Erfolg“

München (SID) – Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker sieht seinen vermeintlichen Erben Alexander Zverev vor dem Start der Australian Open am Montag auch unabhängig von möglichen Verletzungsproblemen eher in der Verfolgerrolle. „Wenn er das Halbfinale erreicht, wäre das ein großer Erfolg“, sagte Becker im Interview mit Eurosport: „Da wären wir alle zufrieden. Er natürlich nicht, aber Halbfinale wäre toll.“

Bis zu seiner Oberschenkelzerrung und dem Umknicken im Training am Donnerstag sei Zverev zwar „gut aus der Winterpause gekommen“, so der 51 Jahre alte TV-Experte weiter. Auf einem Niveau mit den Altmeistern wie seinem ehemaligen Schützling Novak Djokovic und Roger Federer sei Zverev deshalb aber trotzdem nicht. „Für mich ist Novak Djokovic der absolute Favorit für Melbourne. Aber Federer ist nicht weit weg“, sagte Becker: „Dann kommt der Rest – auch Sascha Zverev.“

Eine ähnliche Rolle wie Zverev spielt für Becker auch Angelique Kerber bei den Frauen. Nach ihrem Trainerwechsel hin zum ehemaligen Australian-Open-Finalisten Rainer Schüttler sei auch für die 30-Jährige „das Erreichen des Halbfinales ein großer Erfolg“, sagte der Head of Men’s Tennis des DTB: „Ich glaube auch, dass Rainer Schüttler von seinen Tennis-Ansichten gut zu ihr passt. Der Anfang war auch gut, aber all das fängt 2019 wieder bei Null an.“