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Deutsches Quartett in Halle im Viertelfinale

Zum ersten Mal in der 16-jährigen Turniergeschichte haben vier deutsche Spieler das Viertelfinale der Gerry Weber Open im westfälischen Halle erreicht. Die Tennisprofis Tommy Haas, Benjamin Becker, Philipp Kohlschreiber und Mischa Zverev gewannen ihre Achtelfinals und sorgten damit für eine Bestmarke bei der einzigen Rasenveranstaltung auf deutschem Boden.

Den Rekord machte am Mittwochabend der gebürtige Hamburger Haas perfekt, als er den Weltranglistenneunten Jo-Wilfried Tsonga 6:3, 7:6 (7:3) bezwang. Der in Sarasota/USA lebende Haas trifft nun auf Zverev, der sich am Mittwoch als erster deutscher Spieler ins Viertelfinale gekämpft hatte. Der 21-Jährige aus Hamburg bezwang Tomas Berdych (Tschechien/Nr. 5) 3:6, 6:2, 7:6 (10:8).

Becker siegt im deutschen Duell gegen Schüttler

Becker (Orscholz) besiegte bei der mit 750.000 Euro dotierten Veranstaltung zuvor im deutschen Duell den an Nummer acht gesetzten Davis-Cup-Spieler Rainer Schüttler (Korbach) 6:4, 2:6, 6:4. Kohlschreiber (Augsburg) erreichte nach einem 6:4, 7:6 (8:6) gegen Dimitri Tursunow (Russland/Nr. 6) die Runde der letzten Acht.

Am Donnerstag könnten Andreas Beck (Ravensburg), Philipp Petzschner (Bayreuth) und Nicolas Kiefer (Hannover) die Zahl der Deutschen im Viertelfinale sogar auf sieben erhöhen.

Zverev war nach seinem Match in erster Linie mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich habe heute nicht zu meinem Spiel gefunden, weil ich mich am Netz überhaupt nicht wohl gefühlt habe“, erklärte der Serve-and-Volley-Spezialist. Becker zollte seinem unterlegenen Freund Schüttler nach dem Break-Festival Respekt: „Ich habe wohl noch nie gegen jemanden gespielt, der so gut retourniert wie Rainer.“

Beckers nächster Gegner ist Philipp Petzschner (Bayreuth) oder Olivier Rochus (Belgien). Kohlschreiber bekommt es entweder mit Andreas Beck (Ravensburg) oder dem „lucky loser“ Lukas Lacko (Slowakei) zu tun.