Federer kritisiert den kurzfristigen Preisaufschlag

Federer an Corona-Absagen beteiligt

In den vergangenen Tagen wurde die Tennis-Tour mit Absagen überhäuft. Bis einschließlich zum 7. Juni wird kein Turnier mehr stattfinden, auch nicht die French Open. Auch Roger Federer ist an diesem Beschluss nicht unbeteiligt.

Mit der Absage in des Turniers in Indian Wells hat das Corona-Chaos auf der Tennistour am 9. März angefangen. Vor wenigen Tagen war das noch eine Entscheidung, die für viele Fans und Zuschauer auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar war. Mittlerweile, nachdem die ATP-Tour vorerst bis zum 26. April pausieren sollte, nun aber doch bis zum 7. Juni auf Eis gelegt ist, ist die Entscheidung die richtige gewesen.

Sowohl die ATP-Tour als auch die WTA-Tour verkündeten am gestrigen Mittwoch die Zwangspause bis Anfang Juni. Auch die Challenger-Events und ITF-Turniere pausieren in diesem Zeitraum. Zuvor sorgte aber die Botschaft der French Open-Veranstalter für große Furore. Wie in den sozialen Medien berichtet wird, waren sowohl die Spieler und Spielerinnen als auch die Veranstalter anderer Grand Slams und Turniere nicht in die geplante Verschiebung des Sandplatz-Majors eingeweiht. Statt im Mai wird Roland Garros vermutlich vom 20. September bis 4. Oktober ausgetragen. Eine Woche nach dem Finale der US Open.

Federer war einer der ersten

Als es darum ging, eine Entscheidung zu fällen, die Tennis-Tour wegen der Corona-Krise für einige Zeit zu unterbrechen, schaltete sich, laut Angaben von ATP-Vorstandsmitglied Mark Knowles, Roger Federer ein. „Roger war einer der ersten, der mit uns in Kontakt war, um sicherzustellen, dass das Richtige getan wird”, sagte Knowles, ehemals Nummer eins im Doppel, im „Tennis Channel”. Während viele Events vorerst einer Absage entgehen wollten, plädierte Federer nach der Absage von Indian Wells für die sechswöchige Unterbrechung der Tour.

Federer pausiert derzeit wegen einer Knieoperation. Geplant ist sein Comeback für die Rasensaison. Obwohl ihn die getroffenen Maßnahmen in diesem Fall eher weniger betreffen, zeigte er, wie seine Kollegen Novak Djokovic und Rafael Nadal, trotzdem Interesse und Engagement, sich einzubringen und eine plausible Entscheidung zu treffen. „Die drei bekommen dafür nicht genügend Aufmerksamkeit”, lobte Knowles. „Sie sind drei der grössten Spieler aller Zeiten, aber beteiligen sich an jeder Entscheidung.”