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Djokovic-Aus in Barcelona: „Monaco das erste schmerzfreie Turnier seit langem“

Im allerletzten Moment hat Novak Djokovic nach seiner Viertelfinalniederlage in Monte Carlo gegen Dominic Thiem eine Wildcard für das Turnier in Barcelona beantragt und erhalten. Seine erste zweite Teilnahme in Barcelona hatte einen übergeordneten Grund: Matchpraxis. In einem Interview hat er sich vor seinem Auftaktmatch ausführlich über seinen Ellenbogen, sein Spiel und die Turniere auf Sand geäußert. (Aktualisierung: Djokovic hat mittlerweile in drei Sätzen gegen Martin Klizan verloren)

Nach einem Freilos in Runde eins traf er auf Martin Klizan, gegen den er überraschend in drei Sätzen scheiterte. Bereits in der Runde der letzten Acht hätte es zum Duell mit Rafael Nadal kommen können, der in der katalonischen Hauptstadt Titel Nummer elf anpeilt.

Vor seiner Auftaktniederlage in Barcelona hatte sich Djokovic ausführlich geäußert: „Ich muss mich noch mal ausdrücklich bei den Turnierverantwortlichen bedanken, meine Anfrage kam sehr kurzfristig und nur einen Tag vor der Auslosung“, erklärte Djokovic gegenüber der ATP. Der zwölffache Grand Slam-Champion schlug  2018 erst zum zweiten Mal in Barcelona auf. „Das erste Mal vor zwölf Jahren, und da war ich auch nur zwei Tage hier. Ich hoffe, meinen Aufenthalt dieses Mal etwas verlängern zu können“, scherzte der Djoker und schwärmte von einem der schönsten Tennisclubs, die er gesehen habe. Umso bitterer ist jetzt die Auftaktpleite aus seiner Sicht.

Djokovic: „Muss mich auf meine Entwicklung auf Sand konzentrieren“

Der Serbe gab Einblicke in sein Seelenleben während und nach seiner verletzungsbedingten Auszeit. „Allgemein ist es ein Prozess, in dem ich mich befinde. Ich war noch nie sechs Monate von der Tour weg. Als ich wiederkam, spürte ich noch immer Schmerz im Ellenbogen“, resümierte Djokovic. Auch nach der Operation nach Australien 2018 habe er in Indian Wells und Miami weiterhin mit seiner körperlichen Schwachstelle zu kämpfen gehabt.

„Monaco war das erste Turnier seit einer wirklich sehr langen Zeit, bei dem ich schmerzfrei war und mich auf mein Spiel konzentrieren konnte.“ Zu seinem Prozess gehöre nun, weiter Matchpraxis zu sammeln. Allerdings hat es die Auslosung in der Olympiastadt von 1992 nicht gut mit ihm gemeint. Der 30-Jährige befindet sich in der gleichen Hälfte wie Rafael Nadal und Dominic Thiem. „Für das Turnier sind so viele Top-20-Spieler natürlich fantastisch. Für meine momentanen Ziele ist es nicht so gut, aber ich versuche, mich auf meine Entwicklung auf Sand zu fokussieren.“ Was er über die generelle Entwicklung auf Sand sagt, können Sie im gesamten Videointerview sehen.