Roland Garros Press Conference

Amelie Mauresmo, Turnierdirektorin von Roland Garros, erklärte auf einer Pressekonferenz in Paris auch die Steigerung beim Preisgeld. Bild: IMAGO

Preisgeld in Roland Garros 2026: Das verdienen Zverev & Co in Paris

Das Preisgeld in Roland Garros wurde für 2026 erneut erhöht – um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wer davon besonders profitiert. 

Jedes Jahr aufs Neue vermelden die Grand Slam-Turniere Rekord-Preisgelder für die Spieler und Spielerinnen – so, natürlich, auch in Roland Garros 2026 (24. Mai bis 7. Juni). Dabei machte der französische Tennisverband FFT klar, dass die Prämien seit 2019 um etwa 45 Prozent angestiegen seien und in diesem Jahr bewusst ein erheblicher Teil der Erhöhung den Profis zugutekomme, die in den frühen Runden des Hauptfelds und der Qualifikation ausscheiden.

In Summe werden in Paris 61,7 Millionen Euro ausgeschüttet. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zu 2025 um knapp zehn Prozent. Übrigens: Im Jahr 2000, also vor 26 Jahren, betrug das Gesamtpreisgeld noch zehn Millionen Euro. Die Siegerin und der Sieger der Einzelkonkurrenzen erhalten 2026 2,8 Millionen Euro – das sind 9,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Carlos Alcaraz und Coco Gauff bekamen 2025 jeweils 2.550.000 Euro.

Preisgeld steigt in allen Runden an

Für Erstrundenverlierer stieg das Preisgeld während der letzten Jahre ordentlich an. 2024 waren es noch 73.000 Euro, dann 78.000 Euro (2025) und 2026 sind es nun 87.000 Euro. In zwei Jahren sind die Prämien für die frühen Verlierer also um mehr als 19 Prozent angewachsen. Im gleichen Zeitraum sind die Gagen für die Champions um 16 Prozent gestiegen.

Trotz dieser Entwicklung sind viele prominente Profis mit dem Preisgeld nicht zufrieden. Die Spielerinnen und Spieler brachten in einem Brief an den veranstaltenden FFT ihre „tiefe Enttäuschung“ über die Zahlen zum Ausdruck. Statt sich dem geforderten Niveau von 22 Prozent der gesamten Turniereinnahmen zu nähern, bleibe ihr Anteil weiterhin unter 15 Prozent. Das sei zu wenig, finden die Topstars, zu denen unter anderem Aryna Sabalenka, Coco Gauff, Jannik Sinner und Alexander Zverev zählen.

Preisgeld von Roland Garros 2026 im Damen- und Herreneinzel pro Runde:

Champion2.800.000 Euro
Finale1.400.000 Euro
Halbfinale750.000 Euro
Viertelfinale470.000 Euro
Achtelfinale285.000 Euro
3. Runde187.000 Euro
2. Runde130.000 Euro
1. Runde 87.000 Euro
Quali-Finale48.000 Euro
2. Quali-Runde33.000 Euro
1. Quali-Runde24.000 Euro

Preisgeld von Roland Garros 2026 im Damen- und Herrendoppel pro Runde/Team:

Champion600.000 Euro
Finale300.000 Euro
Halbfinale150.000 Euro
Viertelfinale82.000 Euro
Achtelfinale45.000 Euro
2. Runde 29.000 Euro
1. Runde19.000 Euro

Preisgeld von Roland Garros 2026 im Mixed pro Runde/Team:

Champion 122.000 Euro
Finale61.000 Euro
Halbfinale31.000 Euro
Viertelfinale17.500 Euro
Achtelfinale 10.000 Euro
1. Runde 5.000 Euro