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Qualifikantin Jule Niemeier setzt noch einen drauf: Halbfinale in Straßburg

Köln (SID) – Nachwuchshoffnung Jule Niemeier spielt beim Turnier in Straßburg weiter groß auf und steht nach ihren ersten drei Siegen auf der WTA-Tour überhaupt im Halbfinale. Die 21-Jährige setzte sich am Donnerstag zunächst in der Fortsetzung der am Vortag abgebrochenen Partie gegen Shelby Rogers (USA/WTA 46) mit 6:4, 7:6 (8:6) durch. Am Abend schaltete sie auch Arantxa Rus (WTA 84) aus den Niederlanden mit 6:4, 6:1 aus. Im Halbfinale trifft Niemeier auf die Tschechin Barbora Krejcikova (WTA 38).

„Es war eine harte Nacht für mich: Ich führte 6:4, 2:1 und dann wurde das Match unterbrochen“, sagte Niemeier nach dem Sieg über US-Open-Viertelfinalistin Rogers: „Ich bin einfach sehr glücklich jetzt.“ In der ersten Runde hatte Niemeier, Nummer 216 der Welt, die Französin Diane Parry (WTA 291) mit 6:4, 6:3 ausgeschaltet und ihren ersten Sieg überhaupt im Hauptfeld eines WTA-Turniers gefeiert.

Niemeier mit ITF-Titel in Prag

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Dritter ITF-Titel: Mitte Mai gewann Jule Niemeier ein 25.000er-Turnier in Prag. (Foto: IG @juleniemeier)

Anfang Mai hatte die Spielerin aus dem Porsche Talent Team ein ITF-Turnier in Prag aus der Qualifikation heraus gewonnen und dabei in sieben Partien nur einen Satz abgegeben. Niemeier trainiert seit zehn Wochen an der BeTennisBase von Michael Geserer und Matthias Mischka in Regensburg. In Straßburg wird sie von BeTennisBase-Coach Bogdan Dzudzewicz betreut. In der Weltrangliste verbessert sie sich durch die Halbfinal-Teilnahme bereits von Position 216 auf etwa 170.

Für Niemeier ist das gute Abschneiden in Straßburg natürlich schon jetzt ein Riesenerfolg, nachdem sie zu Beginn des Jahres eine Corona-Infektion überstand und danach ihr komplettes Umfeld wechselte. Sie zog von Offenbach nach Regensburg, wo sie sich in ihrer neuen sportlichen Heimat offenbar sehr wohl fühlt.