Frances Tiafoe

US-Boys Tiafoe und Mmoh schwören auf LeBron James

Mit Taylor Fritz, Reilly Opelka, Frances Tiafoe und Michael Mmoh überzeugt eine neue Generation an amerikanischen Topspielern auf dem Weg in die Weltspitze. Vor allem die beiden letztgenannten schauen sich sportartübergreifend einiges ab: etwa von Basketball-Superstar LeBron James.

Die jungen US-Amerikaner sind auf dem Vormarsch. Während Fritz (21), der schon vor Jahren als kommender Superstar gehyped wurde, nach früher Heirat und Vaterdasein in der Weltrangliste aufsteigt (42), macht auch Reilly Opelka (Karrierehoch 89 nach einem Challenger-Halbfinale) Schlagzeilen. Und das nicht mehr nur wegen seiner Körpergröße (2,11 Meter). Beim Aufschlagriesen klappt es auch spielerisch immer besser.

Noch erfolgreicher war der Jahresstart bekanntermaßen bei Frances Tiafoe, der bei den Australian Open den größten Erfolg seiner Karriere feierte. Der 21-Jährige scheiterte erst in der Runde der letzten acht an Rafael Nadal und rang auf dem Weg dahin unter anderem Grigor Dimitrov und Kevin Anderson nieder. Als Belohnung stand vor Wochenfrist eine neue Bestmarke in der Weltrangliste für Tiafoe zu buche (Rang 29). Diese Woche schlägt der US-Boy beim ATP-Turnier in New York auf.

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Sohn von Einwanderern aus Sierra Leone machte seinen Eltern lange vorher eine Versprechung „Ich habe ihnen gesagt, dass ich Profi werde und damit ihr und mein Leben verändern werde.“ Eine Versprechung die wahr wurde. Sein Vater war einst Hausmeister in einem regionalen Tenniscenter und lebte mit seiner Familie auf engstem Raum.

Tiafoe identifizirt sich nicht nur mit dem Jubel von James

LeBron James ist der wohl beste Basketballspieler seiner Zeit.

Gefallen fanden die Aussies nicht nur an der Lebensgeschichte, sondern ebenfalls an seinem emotionalen Jubel, den er von Basketball-Superstar LeBron James abgekupfert hat.

Doch „Big Foe“ gefällt nicht nur der extrovertierte Jubel des 34-jährigen wohl besten Basketballers seiner Zeit. Angetan ist er ebenfalls von der Außendarstellung und dem sozialen Engagement seines Landsmannes. „Er ist größer als der Basketball. Das liegt zum einem daran, dass er sich selbst vermarktet und den Einfluss der Manager und der NBA auf die Spieler verringert hat. Zum anderen an seiner gegründeten Schule für benachteiligte Kinder in seiner Heimat in Akron, Ohio“, sagte Tiafoe schon in Australien.

Damit habe James einen ganz eigenen Maßstab an seine Basketballkollegen gesetzt, an dem er sich ebenfalls orientiere, so Tiafoe. „Deshalb habe ich so viel Respekt vor ihm. Und das ist mit ein Grund dafür, dass ich mich manchmal so wie er verhalte.“

Michael Mmoh, den tennis MAGAZIN in der aktuellen Ausgabe portraitiert hat (lesen Sie HIER mehr), äußert sich auf ähnlich respektvolle Art und Weise über James. Im Interview sagte er Ende 2018: „Es gibt keine negative Presse über ihn. Er hat sich abseits des Basketballs nichts zu schulden kommen lassen. Durch den respektvollen Umgang mit Fans, Medien und seiner Heimat ist er ein echtes Vorbild.“ Tiafoe und Mmoh sind Fans der amerikanischen Sportarten. Ein Treffen mit James wäre für beide das Größte.