Bei Alcaraz-Niederlage: Zverev bricht deutschen Rekord
Alexander Zverev stellte bei der Halbfinalniederlage gegen Carlos Alcaraz einen neuen deutschen Rekord bei Grand-Slam-Turnieren auf.
Alexander Zverev fehlten nur wenige Punkte, um bei den Australian Open in sein viertes Grand-Slam-Finale einzuziehen. Gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz servierte Zverev bei 5:4-Führung im fünften Satz zum Matchgewinn.
Letztendlich drehte Alcaraz mit einer Energieleistung das Match und siegte mit 6:4, 7:6, 6:7, 6:7, 7:5. 5:27 Stunden zeigte die Spielzeit in der Rod Laver Arena nach dem verwandelten Matchball des Spaniers an. Dieses irre Halbfinale mit reichlich Drama war nicht nur das drittlängste Match in der Geschichte der Australian Open, sondern sorgte auch für einen deutschen Rekord.
Mit 5:27 Stunden spielte Zverev das längste Match eines Deutschen bei einem Grand-Slam-Turnier. Er brach damit den Rekord von Daniel Altmaier, der in der zweiten Runde bei den French Open 2023 nach 5:26 Stunden gegen Jannik Sinner siegte.
Zverev auch mit Rekord beim Late-Night-Finish
Auf Platz drei in der deutschen Rekordliste liegt Hansjörg Schwaier, der in der zweiten Runde bei den French Open 1984 nach 5:25 Stunden gegen den Briten John Crawley verlor.
Zverev hält übrigens einen weiteren Rekord. Beim Turnier in Acapulco im Jahr 2022 verwandelte der Deutsche gegen Jenson Brooskby um 4:45 Uhr Ortszeit seinen Matchball – so spät war noch kein Tennismatch auf Profiebene zu Ende gegangen.
Den Rekord für das längste Tennismatch eines deutschen Spielers insgesamt hält übrigens Boris Becker. Bei der legendären „Schlacht von Hartford“ im Davis Cup rang Becker den US-Amerikaner John McEnroe nach 6:21 Stunden nieder. Damals wurde im Davis Cup allerdings ohne Tiebreak gespielt.
Die 5 längsten deutschen Matches bei Grand-Slam-Turnieren
| Spieler | Gegner | Turnier | Ergebnis | Spielzeit |
| Alexander Zverev | Carlos Alcaraz | Australian Open 2026 – Halbfinale | 4:6, 6:7, 7:6, 7:6, 5:7 | 5:27 Stunden |
| Daniel Altmaier | Jannik Sinner | French Open 2023 – 2. Runde | 6:7, 7:6, 1:6, 7:6, 7:5 | 5:26 Stunden |
| Hansjörg Schwaier | John Crawley | French Open 1984 – 2. Runde | 1:6, 6:4, 3:6, 7:6, 6:8 | 5:25 Stunden |
| Rainer Schüttler | Arnaud Clement | Wimbledon 2008 – Viertelfinale | 6:3, 5:7, 7:6, 6:7, 8:6 | 5:12 Stunden |
| Boris Becker | Omar Camporese | Australian Open 1991 – 3. Runde | 7:6, 7:6, 0:6, 4:6, 14:12 | 5:11 Stunden |
