Felix Auger-Aliassime

Felix Auger-Aliassime: 10 Dinge über den Shootingstar

Felix Auger-Aliassime hat sich mit dem Finaleinzug beim ATP-500-Turnier in Rio de Janeiro ein weiteres Mal in die Rekordbücher gespielt. Wir stellen den 18-jährigen Kanadier etwas näher vor.

1: Rekord in Rio de Janeiro

Mit dem Finaleinzug in Rio de Janeiro hat Felix Auger-Aliassime einen neuen Rekord aufgestellt. Mit 18 Jahren und sechs Monaten wurde er zum jüngsten Finalisten bei einem 500er-Turnier, seitdem diese Turnierserie im Jahr 2009 eingeführt wurde. Außerdem ist er der erste ATP-Finalist aus dem Jahrgang 2000. Der Lohn für die starke Woche in Rio de Janeiro. Erstmaliger Einzug in die Top 100 im ATP-Ranking bis auf Platz 60.

2: Rekorde auf ATP-Challenger-Tour

Auch auf der ATP-Challenger-Tour stellte Auger-Aliassime einige Rekorde auf. Im März 2015 wurde er im Alter von 14 Jahren der jüngste Spieler, der sich für das Hauptfeld bei einem ATP-Challenger-Turnier qualifizieren konnte und somit zum jüngsten Spieler, der im ATP-Ranking jemals in die Top 800 einstieg (ATP 749). Im Juli 2015 wurde er zum jüngsten Spieler, der ein Hauptfeldmatch bei einem ATP-Challenger-Tour gewann. Seinen ersten Challenger-Titel holte der Kanadier im Alter von 16 Jahren. 2018 wurde er zudem zum jüngsten Spieler, der einen Titel auf der ATP-Challenger-Tour (in Lyon) erfolgreich verteidigen konnte. Neben Novak Djokovic, Juan Martin del Potro und Richard Gasquet ist Auger-Aliassime der einzige Spieler, der vor seinem 18. Geburtstag drei Challenger-Turniere gewinnen konnte.

3: Erfolgreiche Juniorenkarriere

Der Kanadier war trotz der frühen Erfolge auf der ATP-Challenger-Tour auch ein richtig erfolgreicher Spieler bei den Junioren. Auger-Aliassime spielte sich bis auf Platz zwei im ITF-Junior-Ranking vor und erreichte insgesamt fünf Finals bei Grand-Slam-Turnieren, zwei im Einzel, drei im Doppel. Er konnte die US Open sowohl im Einzel als auch im Doppel (an der Seite von Denis Shapovalov) gewinnen.

4: Parallelen zu Roger Federer

Auger-Aliassime weist Parallelen zu Roger Federer auf. Der Kanadier wurde ebenfalls am 8. August geboren, er ist Jahrgang 2000. Und genauso wie Februar erreichte er im Februar im Alter von 18 Jahren sein erstes Finale auf der ATP-Tour – das er genauso wie Federer verlor. Sollte Auger-Aliassime weiterhin auf Federers Spuren wandeln, müsste er aber noch ein Jahr warten auf seinen Premierentitel auf der ATP-Tour. Federer gewann im Februar 2001 mit 19 Jahren seinen ersten ATP-Titel.

5: Trainingserfahrung mit Federer

Apropos Federer. Der Schweizer war das Jugendidol von Auger-Aliassime. Federer lud den talentierten Kanadier Ende 2017 zu Trainingseinheiten nach Dubai ein. Für Auger-Aliassime hatte dies erheblichen Einfluss auf sein Spiel. „Es war gut, ihm aus nächster Nähe zu erleben. Er hat mir keinen bestimmten Rat gegeben. Aber ihm nah zu sein, mit ihm über Tennis zu sprechen, mit ihm Bälle zu schlagen, war offensichtlich gut für mein Spiel. Es hilft, mit dem besten Spieler zu trainieren, um zu spüren, wie sie spielen.“

6: Kein Freund der Davis-Cup-Reform

Auger-Aliassime gab Anfang Februar 2019 sein Debüt für das kanadische Davis-Cup-Team. Der Teenager verlor zwar sein erstes Einzel gegen den Slowaken Martin Klizan sowie auch im Doppel an der Seite von Denis Shapovalov. Der Kanadier stieg dennoch zum umjubelten Spieler auf, nachdem er im entscheidenden Einzel mit dem Sieg gegen Norbert Gombos den Gesamtsieg und damit die Qualifikation für die Davis-Cup-Finalrunde in Madrid sicherte. Auger-Aliassime ist kein Freund der Davis-Cup-Reform, wie er im August 2018 wissen ließ. „Einer meiner größten Träume als Kind war es, ein Davis-Cup-Finale vor meinem Heimpublikum zu spielen. Ich werde nie die Chance haben, den Davis Cup so zu erfahren, wie ich ihn beim Aufwachsen verfolgt habe. Ich hoffte immer noch, dass Tradition uns Historie über Geld siegen würde“, schrieb er auf Twitter.

7: Historischer Davis-Cup-Titel

Apropos Davis Cup: Auger-Aliassime war Garant dafür, dass Kanada im Jahr 2015 erstmals den Davis Cup bei den Junioren gewinnen konnte. Im Finale besiegte Kanada das deutsche Team mit 2:1. Neben Auger-Aliassime waren Denis Shapovalov und Benjamin Sigouin in der siegreichen Mannschaft.

8: Herzprobleme bei US Open

Bei den US Open 2018 konnte sich Auger-Aliassime erstmals für das Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier qualifizieren. Im Erstrundenduell gegen seinen Landsmann und guten Freund Denis Shapovalov musste er allerdings bei Satzgleichstand und 1:4 im dritten Satz aufgeben. Der Grund: Herzprobleme bei der schwülen Hitze. Der Kanadier hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden am Herzen. Laut Trainer Guillaume Marx hat dies aber mit dem Wachstum zu tun und sollte in absehbarer Zeit verschwunden sein.

9: „Bromance“ mit Denis Shapovalov

Mit Auger-Aliassime und Shapovalov hat Kanada zwei hoffnungsvolle Spieler in seinen Reihen, die auch als zukünftige Grand-Slam-Sieger gehandelt werden. Rivalität gibt es zwischen den beiden nicht. „Ich kenne ihn sehr lange. Wir sind enge Freunde, seitdem wir zusammen Doppel gespielt haben. Unsere ‚Bromance‘ hat dann begonnen. Schaut euch, woher wir gekommen sind. Seine Familie ist aus Russland, er ist blond. Ich bin Halb-Afrikaner. Wir haben unterschiedliche Geschichten, aber was uns verbindet, ist die Liebe zum Spiel“, sagt Auger-Aliassime.

10: Herkunft und Doppelname

Auger-Aliassime wurde in Montreal geboren und wuchs in Quebec City auf – beide Städte gehören zum französisch sprechenden Teil in Kanada. Sein Vater stammt aus Togo, seine Mutter aus Quebec City. „Als meine Eltern nach Montreal kamen, wurde ich geboren. Sie haben sich entschieden, mir beide Namen zu geben. Der Grund war, dass mein Vater darauf bestand, dass der Nachname meiner Mutter enthalten sein soll wegen der Wiederekennung von Quebec. Deshalb habe ich auch Auger in meinem Namen. Ich plane, das so beizuhalten“, sagte Auger-Aliassime letztes Jahr beim Masters-1000-Turnier in Toronto. Und wie wird sein Nachname nun ausgesprochen?  „Au-shay-Alia-sim“, gibt der Teenager die Antwort. Sein Spitzname: „FA2” oder „FAA”.