Alexander Zverev bei den Miami Open

Zverev im Rechtsstreit mit Manager Apey

Alexander Zverev befindet sich nach eigenen Aussagen in einem Rechtsstreit mit seinem langjährigen Manager Patricio Apey. Die Zukunft sei weiter ungeklärt, sagte er am Rande der Miami Open.

Das gab Alexander Zverev am Mittwoch bei den Miami Open gegenüber tennis MAGAZIN zu Protokoll. „Jetzt ist es ja publik. Wir sind vor Gericht gegen meinen alten Manager.“ Nähere Details nannte der 21-Jährige nicht.

Zuvor hatte er auf die Frage unseres Magazins geantwortet, ob ihn die Fragestellungen zur Managementsituation am Rande des Turniers in Indian Wells überrascht hätten: „Nein, da wusste ich bereits von den Vorgängen.“

Zverev: Noch kein neues Management

Ein neues Management hat die Nummer drei der Welt nach eigener Aussage nach wie vor aber nicht. „Nein, da ist der Stand wie in Indian Wells. Ich habe kein neues Management. Ich möchte erst einmal alles in Ruhe klären“, sagte Zverev. Und meinte damit den Rechtsstreit.

Nach der internationalen Presserunde (hier zu sehen) sprach Zverev mit tennis MAGAZIN.

Am Mittwoch nannte Zverev Apey bereits seinen „alten Manager“. Der Vertrag mit der ACE Group läuft ursprünglich bis Ende 2019. Während des ersten Mastersturniers des Jahres in Indian Wells hatte die Berliner Zeitung bereits von einem Gerücht aus der Schweiz berichtet. Demnach sei das zukünftige Management Zverevs die Firma von Roger Federer und dessen langjährigem Partner und Manager Tony Godsick – nämlich Team 8. Zverevs Antwort habe sich dem Bericht zufolge in Indian Wells weder nach Dementi noch Bestätigung angehört.

Zverev: Team 8 in der Verlosung

Godsick hatte bereits vor längerer Zeit im tennis MAGAZIN geschwärmt: „Ich glaube fest an ihn, er wird unglaublich werden. Er spielt großartig, bewegt sich großartig, sieht großartig aus.“ Auch tennisnet hatte in Indian Wells Team 8 als möglichen Nachfolger genannt und geschrieben, dass viele Beobachter nicht damit rechnen, dass Apey und Zverev über 2019 hinaus zusammenarbeiten.

 

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Cause it’s a team effort. Thanks to everyone who made this possible @mutuamadridopen @atpworldtour #3rdmasters @built4tennis

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Das dürfte sich nach den Aussagen vom frühen Mittwochnachmittag (Ortszeit Miami) ohnehin erledigt haben. Die Strategie des Chilenen, der bereits Gabriela Sabatini und Andy Murray unter Vertrag hatte, war nicht unumstritten. Apey, der sich die Dienste Zverevs bereits zu Jugendzeiten sicherte, wollte den Deutschen als „Global Player“ positionieren. Die Verankerung in Deutschland schien ihn dagegen nicht zu interessieren. Unter Apey schloss Zverev größere Verträge mit Adidas, Head, Zegna, Peugeot und der Uhrenmarke Richard Mille ab. Seit den Australian Open trägt der Deutsche aber keine Uhren dieser Marke mehr. Der Grund dafür ist nicht publik.