Zverev macht sich keine Sorgen vor dem Auftakt

Angeschlagener Zverev gibt Entwarnung: „Ich mache mir keine Sorgen“

Der leicht am Knöchel verletzte Alexander Zverev hat drei Tage vor seinem Auftaktmatch bei den Australian Open in Melbourne Entwarnung gegeben. Die Favoritenrolle möchte er indes nicht inne haben.

„Der Fuß tut ein bisschen weh, es ist wie ein blauer Fleck auf dem Knochen, aber nichts Großartiges – und es kann nicht schlimmer werden. Ich mache mir keine Sorgen“, sagte der Weltranglistenvierte, der mit einem Tapeverband antreten wird.

Zverev war bei einem Trainingsmatch am Donnerstag mit dem linken Fuß umgeknickt und brach anschließend die Einheit ab. Am Dienstag bestreitet der Sieger des ATP-Finals sein Auftaktmatch beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gegen den Slowenen Aljaz Bedene.

Die Pause am Freitag habe er bewusst gewählt. „Das war schon länger geplant, weil ich die Tage und Wochen davor viel trainiert  und Fitness gemacht habe. Freitags vor einem Turnier mache ich immer Ruhetag und heute habe ich mit Fernando Verdasco trainiert.“ Am Nachmittag hatte Zverev nach der Presserunde weitere Verpflichtungen und trainierte nicht mehr. „Ab Sonntag schraube ich das Programm mit Blick auf Dienstag zurück.“

Trotz der jüngsten Verletzungsprobleme blickt Zverev „sehr zufrieden“ auf seine Saisonvorbereitung zurück. „Ich habe das Gefühl, dass ich hart gearbeitet habe und physisch wieder auf einem anderen Level bin“, sagte der gebürtige Hamburger. Beim Hopman Cup in Perth hatte er vier Einzel bestritten und nur gegen den Schweizer Roger Federer verloren.

Den Titelverteidiger zählt Zverev neben Novak Djokovic (Serbien) und Rafael Nadal (Spanien) erneut zu den Top-Favoriten auf den Titel in Melbourne. Sein eigener Status habe sich durch den Triumph beim Saisonfinale in London im November nicht geändert. „In den letzten Jahren hat immer jemand auf mich geschaut“, sagte Zverev. Aber: „Ich bin hier noch nie über die dritte Runde hinausgekommen. Wir werden sehen, wie weit es geht.“

Mitgenommen und gelernt habe er aber einiges von seinem Triumph bei den ATP-Finals im November in London. „Man muss zwar immer proffessionell bleiben und alles für den Erfolg tun, aber das mit einer gewissen Lockerheit.“ Er sei müde und nicht gut in Form angereist nach London und die Erwartungen an sich selbst seien niedrig gewesen. „Dann habe ich einfach gespielt und am Ende war ich der Tueniersieger.“ (JS/SID)