Carlos Bernardes, Novak Djokovic – ATP Cup

ATP Cup: Wegen Serbien-Fans – Schiedsrichter mit klarer Ansage

Im Match zwischen Novak Djokovic und Denis Shapovalov im Viertelfinale beim ATP Cup in Sydney ging es hoch her. Schiedsrichter Carlos Bernardes musste eingreifen. 

Im Viertelfinale des ATP Cups in Sydney konnte sich Serbien mit 3:0 gegen Kanada durchsetzen. Nachdem der Serbe Dusan Lajovic den Kanadier Felix Auger-Aliassime mit 6:4, 6:2 besiegt hatte, kam es zum Spitzeneinzel zwischen Novak Djokovic und Denis Shapovalov. Dieses konnte Djokovic nach hartem Kampf und 2:41 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:1, 7:6 (7:4) für sich entscheiden.

ATP Cup: Serbische Fans sorgen für Aufruhr

Allerdings erweckte die Partie nicht nur mit gutem Tennis Interesse. Der Großteil der anwesenden Zuschauer stand klar auf der Seite des Serben. Shapovalov sah sich mit Buhrufen und Pfiffen konfrontiert. Außerdem gewann der Kanadier den ersten Satz, was die serbischen Fans nicht gerade beruhigte. Dann wurde Shapovalov von einem Zuschauer beschimpft, woraufhin er „F*** you“ ins Publikum rief. Für diesen Ausrutscher bekam der Kanadier eine Verwarnung von Stuhlschiedsrichter Carlos Bernardes. Seine Erklärung, die Zuschauer würden die Punkte stören, half ihm nicht. Auch nachdem Djokovic den zweiten Satz klar mit 6:1 gewann, kamen die Zuschauer nicht zur Ruhe und sorgten immer wieder für Unruhe.

Schiedsrichter Carlos Bernardes sorgt für Ordnung

Carlos Bernardes sah sich im Verlauf des Matches dazu gezwungen, die Fans zu beruhigen. Er hielt eine direkte Ansprache über sein Mikrofon und sagte: „Dies ist ein Tennisspiel. Das Wichtigste für uns alle ist Respekt. Wenn Sie kein Tennis sehen wollen, dann gehen Sie nach Hause. Stören Sie nicht diejenigen, die hier sind, um Tennis zu sehen.“

Auch Djokovic kassierte in der angespannten Situation eine Verwarnung, da er lautstark fluchte.  Schließlich endete das Match mit 7:6 im dritten Satz zu Gunsten von Djokovic. Im On-Court-Interview bedankte sich der Serbe für die Unterstützung seiner Fans, konnte den Ärger Shapovalovs aber auch verstehen.