Day Four: The Championships – Wimbledon 2018

Favoritensterben geht weiter: Auch Muguruza verliert

Wimbledon – Das Favoritinnensterben beim Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon geht weiter. Als bereits sechste Spielerin von den acht Top-Gesetzten schied am Donnerstagabend die spanische Titelverteidigerin Garbine Muguruza aus. Gegen die Belgierin Alison van Uytvanck unterlag die Weltranglistendritte mit 7:5, 2:6, 1:6. Für van Uytvanck, 47. im WTA-Rankning, war es der erste Sieg gegen eine Spielerin aus den Top 10.

Von den vier letztjährigen Halbfinalistinnen sind damit drei bereits ausgeschieden: Neben Muguruza verloren auch schon Johanna Konta und Magdalena Rybarikova. Nur Venus Williams ist noch dabei.

Mugurza eine von vielen gestrauchelten Favoritinnen

An den Tagen zuvor waren bereits Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 2), Jelena Switolina (Ukraine/Nr. 4), Sloane Stephens (USA/Nr. 5) Caroline Garcia (Frankreich/Nr. 6) und die zweimalige Titelträgerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 8) überraschend früh gescheitert. Simona Halep (Rumänien/1) und Karolina Pliskova (Tschechien/7) sind von den Top-Favoritinnen noch im Rennen. Genauso wie die beiden Williams-Sisters sowie die beiden deutschen Damen Julia Görges und Angelique Kerber.

Die Belgierin van Uytvanck outete sich Anfang 2018 als lesbisch. Sie ist mit einer anderen Tennisspielerin aus Belgien, Greet Minnen, zusammen. “Wir gehen mit unserer Beziehung sehr offen um und meine Eltern sind auch stolz darauf“, sagte die 23-Jährige im März im belgischen Fernsehen. „Niemand muss uns verurteilen, weil wir lesbisch sind. Es ist keine Krankheit.“

Vor dem Beginn des Wimbledon-Turniers 2018 erweckte Garbine Muguruza den Eindruck, als sei sie vollkommen auf die Gegenwart fokussiert. „Was 2017 geschah, spiet überhaupt keine Rolle mehr“, sagte die Spanierin und gab sie selbstbewusst. Gegen van Uytvanck war von dieser Selbstsicherheit nicht mehr viel zu sehen. Schon im ersten Satz hatte sie massive Probleme, gab bei einer 5:4-Führung ihren Aufschlag, kämpfte sich aber noch irgendwie zum Satzgewinn.

Doch danach brach das Spiel der 24-Jährigen mehr und mehr zusammen. Vor allem im dritten Durchgang hatte sie dem präzisen Spiel von van Uytvanck nichts mehr entgegenzusetzen. Ein letztes Aufbäumen gab es bei der Spanier auch nicht mehr. Mit zwei Doppelfehlern schenkte sie ihrer Gegnerin Ende des Matches ein weiteres Break, da war die Partie endgültig gelaufen.

„Es ist ein wenig traurig. Heute lief es nicht in meine Richtung“, sagte Muguruza nach ihrem Ausscheiden.

SID/Red