Boris Becker, Alexander Zverev

BRISBANE, AUSTRALIA - JANUARY 05: Boris Becker talks tactics with Alexander Zverev of Germany in the match against Stefanos Tsitsipas of Greece during day three of the 2020 ATP Cup Group Stage at Pat Rafter Arena on January 05, 2020 in Brisbane, Australia. (Photo by Bradley Kanaris/Getty Images)Bild: Getty Images

Boris Becker: Lieber TV-Experte als Zverev-Trainer

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Boris Becker stellte bei den Australian Open unmissverständlich klar, dass er derzeit an einem Trainerengagement bei Alexander Zverev nicht interessiert ist.

Vor sechs Jahren bei den Australian Open gab Boris Becker sein Grand-Slam-Debüt als Trainer. Drei Jahre lang coachte Becker Novak Djokovic. Mit Hilfe des Deutschen war Djokovic vor allem im Jahr 2015 der große Dominator auf der ATP-Tour. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Djokovic gab es immer wieder Gerüchte, dass Becker Trainer bei Alexander Zverev werden könnte. In Melbourne machte die deutsche Tennislegende deutlich, dass für ihn ein Engagement bei Zverev nicht in Frage kommt.

Boris Becker: „Wäre der glücklichste Mensch, wenn er gewinnt”

„Ich habe viel zu tun als TV-Experte und im Deutschen Tennis Bund. Das will ich nicht aufgeben, weil ich es sehr gern mache. Wenn man Trainer ist, ist das ein Fulltime-Job, dann geht vieles nicht mehr. Ich habe es jahrelang gemacht mit Djokovic und dann die Seiten gewechselt. Mir gefällt diese Seite sehr gut. Das alles aufzugeben, möchte ich derzeit nicht. Das ist generell so und hat nichts mit Zverev zu tun“, sagte Becker in einer Presserunde bei den Australian Open. „Ich bin sein Freund und wünsche ihm nur das Beste. Ich wäre der glücklichste Mensch, wenn er die Australian Open gewinnen würde. Er weiß aber auch, dass ich ein ehrlicher Typ bin und ihm privat mehr sage als öffentlich. Die Kritik kam nicht irgendwo her, sie ist gut gemeint. Das hatte er vielleicht zu wenig“, sagte Becker über Zverev.

Im Jahr 2019 hatte Zverev phasenweise große Probleme mit seinem Aufschlag und schlug Doppelfehler am Fließband. Beim ATP Cup zu Saisonbeginn unterliefen Zverev 27 Doppelfehler in drei Matches. In Melbourne zeigt sich der Deutsche bislang stabil beim Aufschlag. Bei seinem Zweitrundensieg gegen den Weißrussen Egor Gerasimov kam Zverev ohne Doppelfehler aus. „Ich habe auch mal ein Jahr schlecht aufgeschlagen, Lendl traf auch mal ein Jahr lang keine Vorhand. Das ist nicht ungewöhnlich in einer Karriere. Das hat oft gar nichts mit Tennis zu tun. Das sind alles keine Computer, sondern Menschen. Die haben Gefühle, Emotionen. Wenn irgendwas im Rädchen nicht stimmt, hat das Auswirkungen auf den Tennisplatz. Über Nacht kann man nicht den Aufschlag verlernen.“