Dominic Thiem

Dominic Thiem über Hilffonds: „Gehe von meiner Meinung nicht runter“

Während Dominic Thiem für seine Einstellung zu den geplanten Hillfonds für Tennisspieler offen von Nick Kyrgios kritisiert wird, bleibt der Österreicher bei seiner Meinung.

Für seine Aussagen zu den geplanten Hilffonds für niedrig platzierte Tennisspieler erhielt Dominic Thiem heftigen Gegenwind. „Ich würde nicht einsehen, warum ich solchen Leuten Geld schenken sollte. Ich spende lieber an Leute oder Institutionen, die es wirklich brauchen“, sagte Thiem im Interview mit der Kronen-Zeitung. Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer planen, eine Million US-Dollar bei den Top 100 im Einzel und den Top 20 im Doppel einzusammeln, um dieses Spielern zwischen Platz 250 und 700 zukommen zu lassen: Gestaffelt von 30.000 Dollar von den Top 5 (wie Dominic Thiem) bis 5000 von den Nummern 51 bis 100.

Kyrgios über Thiem: „Er versteht nicht, worum es geht”

Der Österreicher kritisierte weiter: „Keiner von uns Top-Leuten hat das geschenkt bekommen. Wir mussten uns alle hochkämpfen. Ich habe in keinem Beruf die Garantie, irgendwann einmal richtig viel Geld damit zu verdienen. Es kämpft kein Tennisspieler, auch nicht die, die weiter unten stehen, ums Überleben. Es muss keiner verhungern.“

Für seine Meinung erntete der Weltranglistendritte viel Kritik. Der Australier Nick Kyrgios, der für einen Hilffonds ist, sagte via Instagram. „Er versteht nicht, worum es geht. Wir bekommen an der Spitze viel zu viel bezahlt und zu wenig Geld wird verteilt. Es geht darum, zu helfen, wo es geht, egal ob professionell oder unprofessionell. Versuche dich in ihre Lage zu versetzen.“

Thiem, der auch in Sachen Doping im Tennis seine Meinung klar vertritt, hält auch bei diesem Thema trotz der großen Kritik an seinen Ansichten fest. „Es gibt einfach einige Sachen, die mich an dem Ganzen stören“, sagte er gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Dominic Thiem: Spieler sollen zu unterstützende Spieler aussuchen

Zum einen sei das, dass immer vom Ranking 250 bis 700 die Rede sei. „Es gibt 2.000 Spieler in der Weltrangliste, die hinteren gehören da definitiv dazu. Ich gehe von meiner Meinung nicht runter, dass da einige Spieler dabei sind, die ich nicht gerne unterstützen würde. Deshalb wäre es mir viel lieber, wenn sich das die Spieler selber aussuchen, weil dann jene Spieler davon profitieren, die es wirklich brauchen und die es auch wirklich verdienen.“

Der Österreicher ist sich der Außenwirkung seines Statements aber durchaus bewusst. „Es ist ein bisschen hart rübergekommen, was ich da gesagt habe, so hart habe ich es nicht gesagt“, sagte Thiem. Der 26-Jährige, der sich für die Organisation „4ocean“ einsetzt, ließ durchblicken, dass ihm andere Dinge wichtiger sind. „Es ist sowieso ein Fakt, nicht nur in der derzeitigen Zeit. Es wird immer Menschen, Tiere und Organisationen geben, die Unterstützung viel dringender brauchen als wahrscheinlich jeder einzelne Sportler.“