Roger Federer – Uniqlo

Federer über Outfits: „Als wäre ein Lastwagen darüber gefahren“

In einem Interview mit der Women’s Wear Daily kritisiert Roger Federer die Tennis-Outfits scharf – und damit auch seinen Ex-Ausrüster Nike. Die Rechte an dem weltberühmten RF-Logo kehren indes bald zum Schweizer zurück.

20 Jahre lang waren Roger Federer und sein Ex-Ausrüster Nike eng miteinander verbunden. Seit Wimbledon 2018 spielt Federer in der Ausrüstung der japanischen Modefirma Uniqlo. Liest man zwischen den Zeilen eines Interviews, das der Schweizer gemeinsam mit dem Golfer Adam Scott der Women’s Wear Daily gegeben hat, dann erkennt man, dass Federer offensichtlich sehr froh über diesen Wechsel gewesen ist.

„Um ehrlich zu sein, manchmal haben wir ganz schlimme Tennis-Outfits. Sie haben sich in die falsche Richtung bewegt. Sie möchten einfach zu sehr, dass es wie ein modernes Outfit aussieht. Das ist einfach falsch“, sagt der 37-Jährige und kommt zum Vergleich: „Manchmal sieht es so aus, als wäre ein Lastwagen darüber gefahren. Sie benutzen unkonventionelle Grafiken, die nicht zu so einem historischen Sport wie Tennis passen.“

Federer und sein Logo: „Sehr Wichtiges für mich und meine Fans”

Federer hat mit Uniqlo angeblich einen Zehnjahresvertrag, der mit insgesamt 300 Millionen US-Dollar vergütet wird, geschlossen. Die Kleidungsstücke von Uniqlo entsprechen offensichtlich mehr seinem eigenen Modegeschmack als die von Nike. „Ich hoffe wirklich, in so einem Outfit wie jetzt gerade (beim Interview trug Federer ein klassisch graues Hemd und eine weiße Hose) zu Pressekonferenzen gehen zu dürfen. Ich muss keine Trainingsanzüge mehr tragen, ich muss diese ganzen Dinge nicht mehr tragen. Es ist schön, endlich ab und zu gut auszusehen.“

Roger Federer

Roger Federer spielte beim Wimbledonturnier 2018 erstmals mit der Kleidung von Uniqlo.

Die Rechte am berühmten RF-Logo Federers hatte Nike bis Ende März 2019 inne. Seitdem werden keine Federer-Sachen mehr produziert. Der Schweizer ist zuversichtlich, dass er bald sein RF-Logo auf den Uniqlo-Sachen tragen darf. Vor einigen Monaten sagte der Schweizer zum möglichen Rechtetransfer an seinem Logo: „Ich hoffe, Nike ist zuvorkommend und hilfsbereit. Es ist etwas sehr Wichtiges für mich und meine Fans. Die gute Nachricht ist, dass es passieren wird. Es sind meine Initialen. Es ist gut, dass es nicht für immer ihnen gehören wird. Es wird bald geschehen.“ Die langjährige Verbindung zwischen Federer und Nike besteht aber trotzdem noch. Da Uniqlo keine Tennisschuhe produziert, spielt der 37-Jährigen weiterhin mit Nike-Schuhen.


  1. Hauke

    Schön, wenn er sein Logo wieder auf die Kleidung machen kann, noch schöner, wenn man das Zeug in Deutschland auch kaufen könnte. Nachdem bis letztes Jahr ja kaum ein Kinder- und Jugendturnier stattfand, auf dem Kinder mit RF-Outfits aufliefen, ist es scheinbar für Uniqlo uninteressant, mit dem Kram Geld zu verdienen. Schade…


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