Roger Federer – Sandplatz

Hallo Sand! Roger Federer ist zurück auf der roten Asche

Roger Federer hat das Training für sein Sandplatz-Comeback nach drei Jahren Pause aufgenommen. Seine Langzeitrivalen Rafael Nadal und Novak Djokovic trauen dem Schweizer viel zu auf der roten Asche.

Nach drei Jahren Abwesenheit ist Roger Federer zurück auf den Sandplatz gekehrt. Der 37-Jährige bereitet sich derzeit in der Schweiz auf sein erstes Sandplatzturnier seit Rom im Mai 2016 vor – mit dabei seine beiden Trainer Severin Lüthi und Ivan Ljubicic. Federer wird beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid (ab 6. Mai) antreten. Sandplatztennis bedeutet nun auch, dass die weißen Tennissocken schmutzig werden. „Das habe ich schon eine Weile nicht mehr gesehen“, postete Federer ein Bild von seinen Socken in seiner Instagram-Story.

Roger Federer – Sandplatzsaison

Was kann Federer nach der langen Pause auf Sand ausrichten? 

Die große Frage wird sein: Was kann Federer nach der langen Pause auf Sand ausrichten? Der Schweizer spielte die French Open zuletzt im Jahr 2015, wo er im Viertelfinale dem späteren Sieger Stan Wawrinka unterlag. Sein letztes Sandplatzturnier gewann der Schweizer 2015 in Istanbul. Was viele unterschätzen: Federer ist einer der erfolgreichsten Sandplatzspieler in der Tennisgeschichte. Er erreichte 26 Sandplatzfinals auf der ATP-Tour, von denen er elf gewann. Sein größter Titel auf der roten Asche: die French Open 2009.

Dass es nicht noch mehr Titel auf Sand wurden, lag größtenteils an Rafael Nadal, gegen den Federer elf Endspiele verlor. In Monte Carlo äußerten sich unter anderem Nadal und Novak Djokovic über Federes Titelchancen auf Sand.„Roger ist immer ein Titelkandidat. Wir werden sehen, wie er sein Spiel nach drei Jahren Unterbrechung auf Sand anpassen kann. Ich glaube nicht, dass er große Probleme haben wird, schließlich hat er genügend Talent. Aber wir werden wohl noch zwei Wochen warten müssen, um ihn endgültig zu beurteilen“, sagte Nadal.

Roger Federer – Sandplatzsaison

Djokovic über Federer: „Ich sehe für ihn kein Problem auf Sand”

„Tennis hat ihn letztes Jahr definitiv vermisst auf Sand. Er hat sicherlich mehr Chancen bei anderen Grand Slams als in Roland Garros, aber er hat Roland Garros in der Vergangenheit gewonnen. Abgesehen von einem Jahr, indem er seinen Schläger gewechselt hat und für sechs Monate verletzt war, gab es in den letzten 15 Jahren vielleicht zwei Male, wo ich ihn zehn oder 20 Prozent schlechter spielen sehen habe. Ich erwarte immer, dass er auf jedem Belag zu den Favoriten zählt“, erklärte Djokovic.

Der aktuelle Weltranglistenerste ergänzte: „Roger hat zuletzt super gespielt. Dubai, Indian Wells und Miami – zweimal hat er gewonnen und in Indian Wells noch das Finale gespielt. Auf Sand ist es natürlich anders, aber in Indian Wells springt der Ball auch sehr hoch, was einem Sandplatz sehr ähnlich kommt. Er musste in seiner Karriere schon oft mit hohen Bällen klar kommen, ich sehe für ihn deshalb kein Problem auf Sand. Außerdem erwartet man von ihm immer etwas Großes.“ Im Mai wissen wir mehr, wie sich Federer wieder auf Sand zurechtfindet.