Nick Kyrgios kritisierte die Adria-Tour scharf

„Intellektuelles Niveau gleich null“: Wortgefecht zwischen Kyrgios und Coric

München (SID) – Tennisprofi Nick Kyrgios liefert sich auf Twitter erneut ein Wortgefecht mit einem seiner Konkurrenten. Nun fühlte sich der Australier von Borna Coric herausgefordert. Der Kroate hatte Kyrgios in einem Interview mit der kroatischen Zeitung Jutarnji List vorgehalten, er habe sich verhalten „wie ein General nach Schlacht“. Also wie einer, der erst im Nachhinein die richtigen Antworten hat.

Kyrgios gehörte zu den schärfsten Kritikern der Adria-Tour des Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien), an der unter anderem Alexander Zverev teilgenommen hatte. Die Tour wurde abgebrochen, nachdem Grigor Dimitrov, Viktor Troicki , Coric und Djokovic positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Dimitrov litt nach eigenen Angaben sehr stark körperlich und mental.

Kyrgios hatte die Adria-Tour, bei der Bildern von feiernden Tennisprofis für zusätzliche Aufregung gesorgt hatten, als „saudumme Idee“ bezeichnet. Coric sagte, wären die Vorwürfe von jemand anderem als Kyrgios gekommen, hätte er sie unter Umständen verstanden. „Ich habe gelesen, was er geschrieben hat, aber es ist mir egal. Es ist nur Kyrgios, und irgendwie passt das nicht. Aber so ist er“, sagte er.

Kyrgios reagierte darauf auf gewohnt direkte Art. „Das sollte dich interessieren. Hast Du Steine im Kopf?“, schrieb er an Coric. Mit Blick auf Dimitrov ergänzte er: „Habt ihr gelesen, wie es ihm nach seinem Test ging? Oder ist das für Eure Gehirne zu viel zu verarbeiten?“ Der 25-Jährige, der mehr Verantwortung einfordert, gab die Antwort selbst: „Genau wie ich dachte: Corics intellektuelles Niveau ist gleich null.“

Im Nachgang zur Adria-Tour hatte Kyrgios auch Alexander Zverev angegriffen, weil dieser offenbar seine sich selbst auferlegte Quarantäne missachtet und währenddessen eine Party besucht hatte. „Ich stimme zu, dass es nicht gut ist“, sagte nun auch Coric. „Zverev hat schlecht gehandelt.“ Allerdings sehe er „keine Notwendigkeit“, andere Spieler so anzugreifen. „Ich würde es nicht tun – aber es ist wieder Kyrgios.“