Alexander Zverev

Der Aufschlag zählt zu den größten Waffen von Alexander ZverevBild: Imago

Tim Henman rät Zverev: Mehr Serve-and-Volley

Tim Henman sprach vor Beginn der Australian Open über die Spielweise von Alexander Zverev. Der Brite rät wie viele andere ehemalige Topspieler zu einem offensiveren Spielstil. 

Die Jagd geht weiter für Alexander Zverev. Bei den Australian Open nimmt der aktuelle Weltranglistendritte seinen 40. Anlauf, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Es gibt fünf Spieler auf der ATP-Tour, die nach ihrem 28. Geburtstag ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen haben: Stan Wawrinka (28 Jahre, 304 Tage), Goran Ivanisevic (29 Jahre, 299 Tage), Petr Korda (30 Jahre, 9 Tage), Andres Gomez (30 Jahre, 103 Tage) und Andres Gimeno (34 Jahre, 306 Tage). Gesellt sich Zverev, der am 20. April 29 Jahre alt wird, zu dieser Liste hinzu?

Tim Henman über Zverev: „Er muss sein Spiel neu erfinden”

Um endlich einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen, raten ehemalige Topspieler Zverev dazu, seine Spielweise leicht anzupassen – und zwar offensiver. Dazu gehört auch Tim Henman. Der Brite konnte sich im September vergangenen Jahres hautnah ein Bild von Zverev machen – als Co-Kapitän von Team Europe beim Laver Cup. In einer Eurosport-Medienrunde vor Beginn der Australian Open sprach Henman über den Spielstil von Zverev.

„Ich habe die Zeit mit Sascha beim Laver Cup in San Francisco sehr genossen. Meiner Meinung nach muss er sein Spiel etwas neu erfinden. Er hat viele sehr gute Schläge, aber ich glaube nicht, dass er sie optimal nutzt. Er muss proaktiver und aggressiver sein, den Ball früher nehmen und spielen, näher an der Grundlinie stehen“, sagte Henman auf Frage von tennis MAGAZIN.

Henman über Zverev: „Aufschlag öfter ausnutzen”

Der Brite rät dem dreimaligen Grand-Slam-Finalisten nicht nur dazu, von der Grundlinie offensiver zu spielen, sondern auch seinen starken Aufschlag noch gewinnbringender einzusetzen. „Er hat einen so effektiven Aufschlag. Er serviert sehr schnell und mit einer sehr hohen Trefferquote. Er muss das öfter ausnutzen, anstatt beim Zurückkommen des Balls einen Grundlinienschlag zu spielen und sich zurückzuziehen. Ich denke, wenn er aggressiver spielen könnte, müsste er versuchen, Punkte am Netz zu beenden. Wenn die Spieler so weit hinten stehen, um seinen Aufschlag zu returnieren, könnte er einmal pro Spiel Serve-and-Volley spielen, um für Abwechslung zu sorgen. Ich denke, dann würde er viel selbstbewusster spielen, anstatt auf Fehler seiner Gegner zu warten.“

Laut Henman hat es Zverev aber derzeit nicht selbst in der Hand, einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen. „Zverev ist ein beeindruckender ‚Ballstriker‘, hat viele große Turniere gewonnen und stand in Grand-Slam-Finals, aber Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind dem Rest des Feldes weit voraus. Um diese Lücke zu schließen, muss er oder jemand anderes sein Spiel verbessern, und das kann er, indem er anders spielt.“