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Mats Wilander: Meine 10 besten Tipps

10) Spielen Sie wie die Schweden

Zugegeben: Diese Aufforderung klingt etwas bizarr, wenn man bedenkt, dass der derzeit beste Schwede, Markus Eriksson, gerade einmal auf Position 415 in der Weltrangliste zu finden ist. Allerdings: Die sogenannte Schwedenübung praktizierten früher vor allem Borg, Wilander, Edberg und Co. zu Zeiten, als Schweden noch zu den großen Tennisnationen zählte. Wilander schwört deshalb auch heute noch auf diesen Drill. Die wichtigste Regel: Sie dürfen keine Winner schlagen! Sie spielen eins gegen eins und haben nur die Aufgabe, ihren Gegner müde zu spielen. Der Ball wird von unten angespielt. Danach dürfen zwar Stopps, Lobs und auch aggressive Grundlinienbälle geschlagen werden, allerdings keine direkten Gewinnschläge. Variieren Sie stattdessen mit Topspin und Slice, streuen Sie zwischendurch lange und hohe Bälle ein, dann wieder kurze und flache – und natürlich Winkel. Sie lernen dadurch, den Gegner zu beherrschen. „Die Profis gewinnen ihr Selbstvertrauen in der Regel nicht durch Siege und Titel, sondern durch das Kontrollieren des Gegners“, sagt Wilander. Variante für Hobbyspieler: Für Anfänger und Freizeitspieler ist diese Übung ideal, weil automatisch Rhythmus und Kontrolle trainiert werden. Halten Sie den Ball so lange im Feld, bis der Gegner einen Fehler macht und spielen Sie so um Punkte. Variante für ambitionierte Spieler: Bringen Sie den Ball nach einigen Minuten nun mit einem Aufschlag ins Spiel. Winner sind jetzt erlaubt, wenn der Gegner ins Halbfeld spielt.