ATP Shanghai Rolex Masters 2016 – Day 5

Zverev-Brüder in Shanghai: Mischa weiter, Sascha raus

Zeitgleich eröffneten die beiden Zverev-Brüder heute den Wettkampftag beim Masters-1000er-Event in Shanghai. Mischa Zverev bekam es mit Marcel Granollers zu tun, der jüngere Alexander Zverev traf auf Jo-Wilfried Tsonga. Es entwickelte sich in beiden Achtelfinal-Partien ein Kampf über drei Sätze mit höchst unterschiedlichem Ausgang.

Erstes 1000er-Viertelfinale für Mischa Zverev seit 2009

Der ältere Mischa, 29, kam nach verlorenem ersten Satz zurück und besiegte seinen spanischen Gegner 6:7, 6:4, 6:1. Für Zverev, 2009 die Nummer 45 der Welt, ist der Einzug ins Viertelfinale von Shanghai einer seiner größten Erfolge überhaupt. Als aktuell 110. der Weltrangliste kämpfte er sich durch die Qualifikation, besiegte dann einen chinesischen Wildcard-Starter und den Tokio-Sieger Nick Kyrgios, der allerdings bei seinem uninspirierten Auftritt gestern einen miesen Eindruck hinterließ.

Vor sechs Jahren stand Mischa Zverev schon einmal im Achtelfinale von Shanghai, verlor dann aber gegen Juan Monaco. Bei den Turnieren der höchsten ATP-Kategorie stand der Hamburger erst einmal im Viertelfinale: 2009 in Rom. Dort verlor er als Qualifikant gegen Roger Federer. Mischa Zverev, der sich in Shanghai bereits zum neunten Mal in dieser Saison für ein Hauptfeld qualifizierte, ist 2016 der erste Qualifikant, der es bis ins Viertelfinale einer Masters-Veranstaltung schaffte. In der Runde der letzten Acht trifft er nun auf  Novak Djokovic, der sich gegen Vasek Pospisil durchsetzte.

Egal, wie das Match gegen den Weltranglistenersten enden wird: Mischa Zverev hat sich zurück in die Top 100 gespielt und wird nach Shanghai voraussichtlich unter den ersten 80 im Ranking stehen. Einen Hautfeld-Startplatz bei den Australian Open 2017 dürfte er damit sicher haben.

Äußerst unglücklich agierte dagegen sein jüngerer Bruder „Sascha“. Gegen Tsonga sah er bei einer 4:1-Führung im dritten Satz fast schon wie der sichere Sieger aus, aber dann verschlug er bei Breakball gegen sich einen einfachen Schmetterball – der Franzose war wieder dran. Trotz des leichten Fehlers behielt Zverev die Nerven – noch.

Zverev

WUTAUSBRUCH: Zverev zertrümmerte zwei Schläger gegen Tsonga, als er das vorentscheidende Break zum 5:6 im dritten Satz kassierte.

Als er allerdings bei 5:5 erneut sein Service-Game zum 5:6 verlor, rastete er komplett aus und zertrümmerte zwei Rackets. Als Tsonga dann zum Match aufschlug, erarbeitete sich Zverev drei Breakbälle in Serie, von denen er aber keinen nutzen konnte. Tsonga brachte seinen Aufschlag doch noch durch und gewann 7:6, 2:6, 7:5.

Nächstes Turnier für die Zverev-Brüder ist Stockholm

Trotz dieser Niederlage ist Alexander Zverev dank seiner Siege in Shanghai gegen John Isner und Marin Cilic in den Top 20 der ATP-Weltrangliste angekommen. Nächste Woche startet er beim ATP-Event in Stockholm. Bruder Mischa steht dort in der Quali-Liste.

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