Sinner v Alcaraz tennis super match in South Korea

In bester Stimmung: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz lieferten eine spektakuläre Show in Seoul. Bild: IMAGO

Für zwei Millionen Euro Antrittsprämie: Alcaraz schlägt Sinner in Seoul

Lukratives Showmatch: Carlos Alcaraz und Jannik Sinner teilen sich eine Antrittsgage von vier Millionen Euro und liefern in Seoul ein Spektakel. 

Die beiden besten Tennisspieler der Welt, Carlos Alcaraz und Jannik Sinner, sind in Südkorea in die Saison 2026 gestartet – mit einem launigen Showmatch, für das sie fürstlich entlohnt wurden. Mehrere italienische Medien hatten vorab berichtet, dass Alcaraz und Sinner für den Auftritt beim „Hyundai Card Super Match“ insgesamt knapp vier Millionen Euro kassierten. Macht jeweils zwei Millionen Euro pro Spieler. Zur Einordnung: Der Finalist bei den in einer Woche beginnenden Australian Open kassiert 1.300.000 Euro, der Champion 2.400.000 Euro.

Alcaraz und Sinner bald als Doppel?

Schon vor dem Match der beiden Stars, die sich gegenseitig als Freunde bezeichnen, war die Stimmung entspannt. Auf einer Pressekonferenz am Freitag duellierten sie sich erst an einer Tischtennisplatte. Danach machten sie sich Gedanken darüber, eines Tages auch mal gemeinsam Doppel auf der Tour zu spielen.  „Ein- oder zweimal haben wir darüber nachgedacht. Aber wir sind hauptsächlich Einzelspieler und bei so vielen aufeinanderfolgenden Turnieren ist es manchmal wirklich schwierig, Doppel zu spielen. Wir werden es mindestens einmal tun, aber ich denke, ich werde Vorhand spielen und Sinner Rückhand“, sagte Carlos Alcaraz.

Sinner Alcaraz

Aufwärmprogramm: Vor ihrem Showmatch in Seoul spielten Sinner und Alcaraz eine Partie Tischtennis.Bild: IMAGO

Sinner ergänzte schließlich: „Ich denke, es wird lustig sein, denselben Platz auf eine andere Art zu teilen, indem wir auf derselben Seite des Netzes stehen. Vielleicht werden wir dieses oder nächstes Jahr darüber sprechen, warum nicht. Es wird eine Überraschung sein.“ Ein „Sincaraz“-Doppel wäre natürlich ein Highlight auf der ATP-Tour. 

Welchen Unterhaltungswert die beiden auf dem Platz haben, wurde dann bei ihrem Exhibition-Einzel deutlich. Sie flachsten viel herum, wechselten mal Ballkinder für sich ein und probierten sich an einer Schlagübung, der man den Titel „Wer schlägt den krassesten Rückhand-Winkel?“ geben könnte. Die 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Incheon Inspire Arena wurden jedenfalls bestens unterhalten. 

Alcaraz und Sinner: Wiedersehen in Melbourne?

Den Sieg sicherte sich letztlich Alcaraz mit 7:5, 7:6. Den ersten Satz gewann der Spanier mit dem einzigen Break des Durchgangs im zwölften Spiel. Im zweiten Satz brachten beide ihre Aufschläge bis zum Tiebreak durch, in dem sich schließlich Alcaraz mit einem Minibreak zum 8:6 den knappen Sieg holte.

Nächster Stopp für die beiden sind die Autralian Open, ein „echtes“ Vorbereitungsturnier spielt keiner von ihnen. Sinner wird in Melbourne als Titelverteidiger antreten, Alcaraz will erstmals über das Viertelfinale hinauskommen. Sollte der Spanier den Titel bei den Australian Open holen, würde der 22-Jährige zum jüngsten Spieler der Geschichte werden, der alle vier Grand Slam-Turniere gewonnen hat.

Und noch eine historische Chance ergibt sich: Sinner und Alcaraz könnten in Melbourne ihr viertes gemeinsames Grand Slam-Finale hintereinander ausfechten – das gab es zuletzt zwischen Wimbledon 2011 und Roland Garros 2012, als sich Novak Djokovic und Rafael Nadal viermal in Serie in einem Grand Slam-Endspiel gegenüberstanden. In Paris und New York 2025 siegte Alcaraz, in Wimbledon Sinner.