2016 BNP Paribas Open – Day 14

INDIAN WELLS, CA - MARCH 20: Novak Djokovic of Serbia serves as he beats Milos Raonic of Canada in the ATP Singles Final during day fourteen of the 2016 BNP Parisbas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 20, 2016 in Indian Wells, California. (Photo by Harry How/Getty Images)

Der Indian Wells Draw-Hammer!

Das unterste Viertel im Turnierbaum vom ATP-Event in Indian Wells hat es in sich. Mit Roger Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal könnten sich im Turnierverlauf bereits früh einige der Favoriten treffen. Der Tennisfan wird sich über diesen Umstand freuen, die Spieler wohl weniger.

Murray als lachender Zuschauer

Andy Murray dürfte nach der Auslosung von Indian Wells gute Laune haben. Die Nummer eins der Welt ist beim Turnier in Kalifornien an Position eins gesetzt und dadurch im Turnierbaum ganz oben zu finden. Neben ihm hat nur Novak Djokovic seine feste Position, an der letzten Position im Draw – in Abschnitt vier. Beim Fußball würde man es wohl als „Todesgruppe“ bezeichnen.

Auf Fragen der Journalisten zum unteren Abschnitt der Auslosungsgruppe äußerte sich Murray begeistert: „Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen, vielleicht ist es eines der schwierigsten Abschnitte einer Auslosung aller Zeiten. Mit Sicherheit ist es aufregend für Tennisfans, so früh im Turnierverlauf großartige Matches zu sehen.“ Im abschließenden Satz kann sich der Brite ein Lachen nicht verkneifen. „Es ist offensichtlich ein Abschnitt den man vermeiden möchte, wenn man es denn kann.“

Andy Murray konnte die Fragen nach der Auslosung für Indian Wells locker beantworten. Er ist als topgesetzter Spieler der "Todesgruppe" entkommen.

Andy Murray konnte die Fragen nach der Auslosung für Indian Wells entspannt beantworten. Er ist als topgesetzter Spieler dem außergewöhnlich stark besetzten Draw entkommen.

Mit David Goffin oder Jo-Wilfried Tsonga könnte Murray frühestens im Viertelfinale auf den vermeintlich ersten schweren Gegner treffen. In einem möglichen Halbfinale könnte Stan Wawrinka auf den Briten treffen.

Mit Milos Raonic und Richard Gasquet nehmen lediglich zwei Spieler aus den Top 20 nicht am Turnier teil. Dem Sieger von Indian Wells winken 1,175 Millionen US-Dollar Preisgeld. Im letzten Jahr konnte Novak Djokovic das Turnier im Finale gegen Raonic gewinnen.

Mögliches Duell mit Nadal im Achtelfinale

Roger Federer sah in der Auslosung etwas positives: „Die meisten der Jungs möchte man nicht sehen. Ich bin jedoch nach Indian Wells gekommen, um gegen sie zu spielen. Da macht es für mich keinen Unterschied, ob ich gegen sie im Finale, Halbfinale oder bereits in der vierten Runde spiele. Ich denke, es ist gut für mich, früh gegen sie zu spielen. Ich bin zuversichtlich.“

Für Roger Federer könnte es bereits in der vierten Runde zum Wiedersehen mit Rafael Nadal kommen und damit zur Neuauflage des  Finals der Australian Open. Nur bei ihrem allerersten Aufeinandertreffen in Miami 2004 trafen Nadal und Federer in einer noch früheren Turnierphase aufeinander. Damals war es die dritte Runde. In Indian Wells begegneten sich die beiden Topspieler zuletzt im Viertelfinale 2013. Damals kam Nadal nach sieben Monaten von einer Knieverletzung zurück und gewann das Turnier im Finale gegen Juan Martin del Potro. Der Spanier sicherte sich damit seinen dritten Titel in Indian Wells.

Todesgruppe

Der Anfang: 2004 in Miami traf Rafael Nadal erstmals auf Roger Federer. Damals gewann der Spanier mit 6:3, 6:3.

Die „Todesgruppe“

Die Konstellation der Auslosung ist dem Umstand geschuldet, dass Spieler wie Federer (9) Kyrgios (15) oder del Potro (31) in der Setzliste so weit unten stehen. Mit Rafael Nadal steht neben Djokovic lediglich die Nummer fünf im untersten Abschnitt des Tableaus.

Neben den Superstars Djokovic, Nadal und Federer sind mit den jungen Toptalenten Zverev und Kyrgios Spieler im unteren Turnierbaum-Abschnitt vertreten, die für echte Highlights sorgen könnten. Auch der Spanier Fernando Verdasco oder Juan Martin del Potro haben das Potential, im wohl schwersten Auslosungsabschnitt aller Zeiten für Furore zu sorgen.

Bereits in der dritten Runde sind die Partien Verdasco gegen Nadal, Kyrgios gegen Zverev und del Potro gegen Djokovic möglich. Gerade der Serbe hätte sich den Turnierverlauf sicherlich einfacher gewünscht. Bei den Olympischen Spielen in Rio unterlag er Juan Martin del Potro, der dem Serben in Acapulco in drei Sätzen erneut einiges abverlangte. Djokovic scheiterte in Acapulco im Viertelfinale am Australier Nick Kyrgios, seinem möglichen Viertelfinalgegner in Indian Wells.

Todesgruppe

Nick Kyrgios zeigte Novak Djokovic in Acapulco zuletzt die Grenzen auf. Der Australier gewann in zwei Sätzen gegen die Nummer zwei der Welt.

Vorteil für die Zuschauer

Auf den Tennisfan warten in Indian Wells wahrscheinlich schon früh im Turnierverlauf extrem packende Matches. Die Frage stellt sich, ob der Sieger aus diesem Turnierabschnitt gestärkt aus den Duellen hervorgeht oder ob er schon abgekämpft im Halbfinale aus dem Turnier ausscheidet. Neben den Zuschauern kann sich auch Andy Murray zurücklehnen und das Spektakel aus der Ferne beobachten. Der Weltranglistenerste könnte im Idealfall den Sieger des unteren Hammer-Viertels im Finale empfangen.

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Geballte Power: Roger Federer (18), Rafael Nadal (14), Novak Djokovic (12) und und Juan Martin del Potro (1) sammelten zusammen ganze 45 Grand Slam-Titel!

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