Rolex Paris Masters – Day Four

Alexander Zverev: „2018 ist mein bislang bestes Jahr!“

Nach seinem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale des Masters-Turniers von Paris-Bercy zog Alexander Zverev ein erstes Fazit seiner Saison und beurteilte die Aussichten der nachrückenden Jungprofis, bald die Altmeister Federer, Nadal, Djokovic und Co. abzulösen.

Zu Beginn der Turnierwoche in Paris-Bercy konnte Alexander Zverev via SKY vor allem seine weiblichen Fans beruhigen. „Ich bin immer noch Single“, stellte Zverev klar, nachdem während des Turniers in Shanghai in den sozialen Netzwerken Spekulationen aufkamen, er hätte nun eine Freundin. Denn: In Shanghai saß eine unbekannte Dame in seiner Box – das reicht ja schon, um die Gerüchteküche auf Twitter und Co. zum Brodeln zu bringen. „Das war eine gute Freundin der Familie“, verriet Zverev nun im Fernseh-Interview.

Nach dem kurzen Ausflug ins Privatleben konzentrierte sich Zverev im Pariser Vorort dann voll auf seine sportlichen Qualitäten – mit Erfolg bislang. Die deutsche Nummer eins erreichte nach Siegen gegen Frances Tiafoe und Diego Schwartzman zum ersten Mal das Viertelfinale von Bercy – und das insgesamt zwölfte der laufenden Saison. Dort trifft er heute ab 14 Uhr (live bei SKY) auf den Russen Karen Khachanov. „Wir haben schon oft gegeneinander gespielt, es waren enge Matches. Er will jeden Schlag aggressiv spielen. Ich muss mein eigenes Tempo gehen und ihm damit seine Stärken nehmen“, sagte Zverev im Vorfeld der Partie.

Interessante Einschätzungen gab der 21-Jährige auf der Pressekonferenz nach seinem Viertelfinaleinzug preis. Ein großes Thema der Fragerunde war die aktuelle Rolle der Jungprofis im Welttennis. „Es ist nicht einfach für uns“, sagte Zverev stellvertretend für die sogenannte NextGen. „Es wird zu viel von uns erwartetet.“ Gleichzeitig ist er sich aber sicher, dass die nächste Generation von Spielern vor dem großen Durchbruch steht. „Tsitsipas ist richtig gut geworden. Genauso wie Shapovalov – trotz des großen Erwartungsdrucks. Die Russen Khachanov und Medvedev spielen ebenfalls großartig.“

Zverev ist sich seiner Sonderstellung in dem Kreis der nachrückenden Jungprofis aber durchaus bewusst: „Ich habe es geschafft, hier und da ein paar Matches mehr zu gewinnen und in die späten Phasen der großen Turniere zu kommen.“ Entsprechend ist er mit Platz fünf in der Weltrangliste nach wie vor der am besten platzierte Spieler der jungen Garde.

Alexander Zverev: „Ich bin 2018 nicht zurückgefallen“

In dem Zusammenhang zog Zverev auch ein erstes Saison-Fazit: „Ich denke, 2018 war besser als 2017 – auch wenn ich dieses Jahr nur ein Masters-Turnier gewann. Letztes Jahr waren es zwei. Aber 2018 stand ich fünfmal bei den Masters-Events im Halbfinale – und noch ist die Saison nicht zu Ende.“ Allerdings: Seine bislang beste Platzierung in der Weltrangliste mit Rang drei konnte Zverev 2018 nicht halten – auch weil er bei den Grand Slam-Turnieren nicht das Optimum herausholen konnte.

„2018 sind aber viele Spieler von ihren Verletzungen zurückgekehrt. 2017 spielte etwa Novak Djokovic ein halbes Jahr nicht. So gesehen, war es für mich 2018 eher schwieriger, meinen Status als Top 5-Spieler zu halten“, erklärte Zverev. Und fügte noch hinzu: „Es ist einfacher, sich in die Top 5 hochzuarbeiten, als sich dort oben zu etablieren. Ich bin aber nicht zurückgefallen, sondern konnte meine Leistungen stabilisieren.“