John McEnroe traut Zverev eine Schlüsselrolle zu

McEnroe über Zverevs „klugen Schachzug“

John McEnroe (59) glaubt an einen Wachwechsel im Herrentennis in diesem Jahr und traut dabei Alexander Zverev eine Schlüsselrolle zu.

„Es gibt einige starke Spieler im Alter von 21, 22 Jahren. Sascha (Zverev, d. Red.) ist von allem am weitesten, auch weil er das beste Team um sich herum hat“, sagte der siebenmalige Grand-Slam-Gewinner aus den USA der Sport Bild.

Der langjährige Weltranglistenerste glaubt, dass Zverev „2019 den nächsten großen Schritt“ machen wird. Vor allem wegen der Verpflichtung von Trainer Ivan Lendl. „Das war ein kluger Schachzug. Der hat enorme Erfahrung als Spieler und Trainer von Andy Murray“, sagte „Big Mac“.

Zverev müsse aber bei den Grand Slams lernen, „die anderen Jungs in den ersten Runden schneller zu schlagen und Kräfte zu sparen. Dann ist noch genug übrig für die wirklich starken Gegner ab dem Viertelfinale.“ Einen Einzug in die Runde der letzten acht hat Zverev in seiner Karriere bislang erst einmal geschafft, 2018 bei den French Open.

Zverevs Manko sei die Taktik. Er habe die Tendenz, sich zurückdrängen zu lassen und zu defensiv zu spielen, sagte McEnroe und wünscht sich daher: „Zverev muss aggressiv spielen und die Dinge kontrollieren. Auch am Netz muss er besser werden.“

McEnroe, einst als Tennis-Rüpel und Enfant terrible auf und neben dem Court bekannt und gefürchtet, mag an Alexander Zverev „seine Emotionen. Er scheut sich nicht, sie zu zeigen.“ McEnroe warnt aber auch: „Natürlich darf er sich nach verschlagenen Bällen davon nicht runterziehen lassen.“