Gerard Pique

Piqué contra Federer: „Ich war überrascht über seine Aussagen“

Gerard Piqué, Mitinitiator der Davis-Cup-Finalrunde, spricht über sein Verhältnis zu Roger Federer und seine Wunschvorstellung für den Wettbewerb.

Piqué wünscht sich 24 Nationen im Davis Cup

Am 18. November startet in Madrid das erste Finalturnier im Davis Cup mit 18 Nationen. Der Ticketverkauf läuft immer noch sehr schleppend. „Wir sind mit den Verkaufszahlen für die Nachmittags-Sessions und mit jenen für Freitag bis Sonntag zufrieden“, sagte ein Sprecher von Kosmos, der veranstaltenden Agentur, gegenüber Associated Press. Von 25 Sessions, die während der sieben Tage stattfinden, haben nur neun von ihnen mehr als 50 Prozent Verkäufe erreicht.

Fußball-Star Gerard Piqué, der mit seiner Firma Kosmos im Zusammenarbeit mit dem Tennis-Weltverband ITF für die große Reform des Davis Cups gesorgt hat, schaut bereits in Richtung Zukunft. Seine Vorstellung: den Davis Cup mit 24 Nationen in einem Zeitraum von zwei Wochen spielen – am liebsten im September im Anschluss an die US Open. „Das ist ein Langzeitprojekt“, sagte Piqué im Interview mit dem spanischen Radiosender La Cadena SER.

Piquè: „Wir haben immer die Schritte respketiert”

Bei der Premierenausgabe des Davis-Cup-Finalturniers werden Rafael Nadal und Novak Djokovic dabei sein. Roger Federer wird allerdings fehlen. Zum einen, weil sich die Schweiz nicht für die Finalrunde qualifizieren konnte, zum anderen, weil die Bemühungen von Kosmos, der Schweiz mit Federer eine Wildcard für die Finalrunde zu geben, erfolglos blieben. „Wir haben immer die Schritte respektiert, die zu befolgen sind, um mit ihm zu kommunizieren. Wir haben mit seinem Manager gesprochen. Er hat Roger einen Brief weitergeleitet und gesagt, was wir möchten“, erklärte Piqué.

„Dann war ich überrascht über die Aussagen, die er getroffen hat, als er sagte, dass es nichts gebe, worüber er mit mir reden könne. Meine Wahrnehmung ist, dass er und sein Umfeld den Davis Cup als Konkurrenz für ihren Laver Cup im September sehen.“ Federer hatte sich stets kritisch über die Reform im Davis Cup geäußert. „Es ist schon etwas komisch für uns Tennisspieler, einen Fußballer in unserer Welt zu haben. Er muss sehr vorsichtig sein, wie er alles erzählt. Damit es keinen Piqué Cup gibt und der Davis Cup auf die Seite geschoben wird“, sagte Federer bei den US Open 2018. Ob der Schweizer noch mal im Davis Cup spielen wird, ist sehr fraglich. Federer spielte zuletzt im Jahr 2015 im Wettbewerb.



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