Sinner: So löst er Carlos Alcaraz als Nummer 1 ab
Beim Masters-Turnier in Monte Carlo kann Jannik Sinner die Weltranglistenführung von Carlos Alcaraz zurückerobern.
Wenn in den nächsten Tagen das Masters-Turnier in Monte Carlo startet, geht Carlos Alcaraz in seine 66. Woche als Nummer eins der Welt. Er zieht damit mit seinem Dauerrivalen Jannik Sinner gleich. Ob Alcaraz nach dem Masters-Turnier in Monte Carlo, wo er als Titelverteidiger am Start ist, weiterhin die Weltrangliste anführen wird, ist völlig offen.
Es zeigt mal wieder, wie schnell sich im Tennis doch alles drehen kann. Als Alcaraz Mitte Februar das ATP-Turnier in Doha gewann, führte der Spanier das ATP-Ranking mit mehr als 3.000 Punkten Vorsprung vor Sinner an. Als Alcaraz in Indian Wells souverän das Halbfinale erreichte und auf 16 Siege in Folge zu Saisonbeginn stellte, sah einiges nach einer gewaltigen Dominanz von Alcaraz aus. Dann folgte die etwas überraschende Niederlage im Halbfinale in Indian Wells gegen Daniil Medvedev sowie das Drittrunden-Aus in Miami gegen Sebastian Korda.
Sinner: Sunshine Double mit Rekord
Plötzlich steht wieder Sinner im Fokus. Der Italiener schnappte sich das Sunshine Double – der Turniersieg in Indian Wells und Miami – und gewann den Doppelpack sogar ohne Satzverlust. Sinner hat nun drei Masters-Turniere in Folge ohne Satzverlust gewonnen – 34 Sätze in Serie in dieser Turnierkategorie. Klarer Rekord!
Das Sunshine Double hat gezeigt, wie gut Sinner mit schweren Niederlagen umgeht. Statt Selbstzweifel nach der bitteren Halbfinalniederlage gegen Novak Djokovic bei den Australan Open sowie dem frühen Aus gegen Jakub Mensik in Doha zu bekommen, vertraut er auf sein Spiel und wird dafür belohnt.
Vieles spricht dafür, dass Sinner spätestens nach dem Masters-Turnier in Madrid Anfang Mai wieder die Nummer eins der Welt sein wird. Der Grund: Er durfte vergangenes Jahr die Masters-Turniere in Monte Carlo und Madrid wegen seiner dreimonatigen Sperre wegen eines Dopingvergehens nicht spielen.
Sinner: Nur noch 190 Punkte Rückstand auf Alcaraz in Monte Carlo
In Monte Carlo hat er bereits die große Chance auf die Rückeroberung der Weltranglistenführung. Mit virtuellen 190 Punkten Rückstand, wenn man die 1.000 Punkte von Alcaraz‘ Titelgewinn aus dem letzten Jahr bereits abzieht, geht Sinner in das Sandplatzturnier im Fürstentum.
Bedeutet: Kommt es in Monte Carlo zum Endspiel Alcaraz vs. Sinner, ist es nicht nur ein Match um den Turniersieg, sondern auch um die Führung in der Weltrangliste. Die weiteren Rechenbeispiele zugunsten von Sinner sehen wie folgt aus: Der Italiener wird wieder Nummer eins, wenn er ins Finale kommt und Alcaraz vor dem Endspiel scheitert und wenn er ins Halbfinale kommt und Alcaraz vor dem Halbfinale scheitert.
Was sicher ist: Die nächsten Wochen werden ein heißer Kampf nicht nur um die großen Sandplatztitel, sondern auch um den Tennisthron.
