Roger Federer

US Open: 10 Kurzgeschichten zu Tag drei

Was passierte an spannenden und kuriosen Sachen am dritten Tag der US Open? Wir geben einen Überblick über die Geschehnisse im Corona Park in New York City.

Murrays Tochter verpasst ihm blutige Nase

Vor seinem Zweitrundenmatch gegen Fernando Verdasco, dass er in vier Sätzen verlor, stand bei Andy Murray Familienprogramm auf der Agenda. Es wurde eine blutige Angelegenheit. Das Spielen mit Kleinkindern kann durchaus schmerzhaft sein. Diese Erfahrung hat auch Roger Federer gemacht, als er seinen Zwllingstöchtern ein Bad einließ und sich dabei am Knie verletzte, was eine Operation zur Folge hatte. Murrays Tochter Edie verpasste ihrem Vater eine blutige Nase. „Wenn das Spielen mit deiner zehn Monate alten Tochter etwas zu körperlich wird“, postete Murray auf Instagram.

Andy Murray

Roger Federer contra Gerard Piqué

Im nächsten Jahr ist im Davis Cup alles anders. Im November wird ein einwöchiges Turnier mit 18 Nationen ausgetragen. Gerard Piqué, Fußballstar vom FC Barcelona, war einer der Initiatoren des neuen Davis Cup-Formats und wünscht sich, wie einige Spieler wohl auch, für das Endturnier eher einen Termin im September – zwei Wochen nach dem US-Open-Finale. Das würde allerdings mit dem Laver Cup kollidieren, bei dem Roger Federer mit seinem Management involviert ist. Der Schweizer hatte bereits sein Bedauern bekundet, dass der Davis Cup im derzeitigen Modus bald Geschichte ist. Nach seinem Auftaktsieg bei den US Open ging Federer auf Konfrontationskurs zu Piqué. „Es ist für uns Tennisspieler schon ein bisschen komisch, einen Fußballer in unserer Welt zu haben. Deshalb muss er vorsichtig sein, was er erzählt und dass es nicht einen Piqué-Cup gibt – und der Davis Cup komplett beseite geschoben wird.“

Sister Act XXX

Vorhang auf zum 30. Sister Act. Am Freitag treffen Serena und Venus Williams mal wieder aufeinander. „Das letzte Mal, als wir gegeneinander gespielt haben, war es zwei gegen eins. Zumindest wird es diesmal fair“, scherzte Venus und spielte darauf an, dass Serena bei den Australian Open 2017 bereits schwanger war. Allerdings hat die 38-Jährige anscheinend vergessen, dass sie in diesem Jahr gegen Serena in Indian Wells gespielt und gewonnen hat. „Ich bin mir sicher, dass die beiden es hassen werden. Aber es ist eine tolle Sache für die Fans und den Sport“, sagte Victoria Azarenka über das Drittrundenduell der Williams-Schwestern.

Spieler in die Hall of Fame voten

Zuschauer bei den US Open können auf der Anlage in Flushing Meadows am Fanvoting für die International Tennis Hall of Fame teilnehmen und ihren Teil dazu beitragen, wer nächstes Jahr in die Ruhmeshalle einzieht. Acht ehemalige Spieler stehen auf der Auswahlliste: Thomas Muster, Goran Ivanisevic, Yevgeny Kafelnikov, Sergi Bruguera, Jonas Björkman bei den Herren. Na Li, Mary Pierce und Conchita Martinez bei den Damen. Ein Spieler kommt automatisch in die Hall of Fame, wenn er 75 Prozent der Stimmen des Hall-of-Fame-Komitees bekommt. Durch das Zuschauervoting könnte es passieren, dass ein Spieler den Einzug trotzdem schafft, auch wenn er nicht genügend Stimmen vom Komitee bekommen hat. Die drei Spieler mit den meisten Zuschauerstimmen bekommen Bonusprozente: ein Prozent für den Dritten, zwei Prozent für den Zweiten und drei Prozent für den Ersten. Zur Online-Abstimmung geht es hier.

Der Twitter-Account, der niemals schläft

New York ist die Stadt, die niemals schläft. Und auch der Twitter-Account der US Open ist immer on fire. Nicht nur während des Turniers, sondern das ganze Jahr über – mit bislang fast 40.000 abgesetzten Tweets. Knapp zwei Millionen Follower hat der Account, der sich immer wieder lustige Tweets einfallen lässt. Für Tennisfans, die nichts von der Action bei den US Open verpassen wollen, ist das Abonnement des Kanals eine Pflicht.

Jimmy Connors würde auch in der Sahara spielen

Die Hitze in New York ist das beherrschende Thema der ersten Turniertage. Einige Spieler waren wegen der schwülwarmen Bedingungen am Ende ihrer Kräfte und gaben auf. Jimmy Connors meldete sich via Twitter zu Wort und findet, dass die Spieler übertreiben: „Wenn ich die Chance habe, für 3,5 Millionen US-Dollar zu spielen, hätte ich auch um 12 Uhr mittags in der Sahara gespielt. In guter Verfassung zu sein, ist Teil des Spiels.“ Jelena Djokovic war mit der Aussage von Connors alles andere als einverstanden.

Beeindruckende Grand-Slam-Karriere von Daniel Nestor zu Ende

Die US Open sind für viele Spieler entweder das letzte Grand Slam oder das Karriereende. Daniel Nestor verabschiedete sich auf Court 6 von der großen Grand-Slam-Bühne. Das 96. Major, US Open Nummer 25, war das letzte für den 45-jährigen Kanadier. Im Doppel hat Nestor fast alles gewonnen, was man gewinnen kann. Insgesamt sammelte er 91 Titel, acht davon bei Grand Slam-Turnieren. Er siegte bei jedem Grand Slam und holte sich zudem Olympiagold in Sydney 2000. Er gewann zudem viermal bei der ATP-WM und führte die Weltrangliste für insgesamt 108 Wochen an. Seine allerletzte Partie wird Nestor in zehn Tagen in seiner Heimatstadt Toronto in der Davis-Cup-Relegation bestreiten. Dann ist er bereits 46 Jahre alt.

Anabel Medina Garrigues sagt Adios

Anabel Medina Garrigues ist seit diesem Jahr die Fed-Cup-Kapitänin von Spanien. Trotzdem war sie weiterhin im Doppel auf der Tour aktiv. Heute ging die Karriere der 36-Jährigen zu Ende. Medina Garrigues war eine richtige Sandplatzwühlerin. Sie gewann zehn WTA-Titel und 172 Matches auf der roten Asche. Ihre Erfolge im Doppel waren noch größer: zwei French-Open-Titel und Olympiasilber 2008 in Peking.

Neue Kameraperspektive im Louis Armstrong Stadium

Viel Lob für das neue Louis Armstrong Stadium im Billie Jean King National Tennis Center. Doch eine Sache störte viele Fernsehzuschauer: die Kameraperspektive, die den meisten viel zu weit weg war. Dir Organistaoren haben nach zahlreichen Beschwerden gehandelt und eine neue Kamera im Stadion installiert. 16 Stadionplätze wurden herausgerissen, um die Kamera zu postieren. „Wir wollten nicht ein Jahr warten, sondern wollten dies Veränderung in Echtzeit umsetzen. Wir glauben, dass dies einen großen Effekt auf die Fernsehperspektive hat und sind damit derzeit zufrieden”, sagte USTA-Sprecher Chris Widmaier.

Privatfehde zwischen Nick Kyrgios und Tennisjournalisten

Ben Rothenberg ist der Twitter-König unter den Tennisjournalisten. Mehr als 64.000 Follower hat der US-Amerikaner, darunter Nick Kyrgios. Allerdings ist der Australier kein Freund von den Tweets und Meinungsäußeren von Rothenberg, wie er in der Vergangenheit oft wissen ließ. Stein des Anstoßes war diesmal ein Tweet von Rothenberg über Stefanos Tsitsipas. Der Grieche und der Australier, dessen Vater griechischer Herkunft ist, sind sich nicht grün. Rothenberg schlug letztendlich vor, den Streit bei Cupcakes auszudiskturien. Ob es dazu kommt? Eher unwahrscheinlich.