WTA-Finals in Indian Wells: Diese Spielerinnen haben sich qualifiziert

WTA-Finals Bild: Imago

Gewann 2025 das WTA-1000-Turnier in Indian Wells. Dieses Jahr qualifizierte sie sich erstmals für die WTA-Finals in der kalifornischen Wüste: Mirra Andreeva.

Die Saison 2026 nähert sich dem Ende. Vom 8. bis zum 15. November finden zum Saison-Abschluss die WTA-Finals in Indian Wells statt. Die besten acht Spielerinnen des Jahres haben sich qualifiziert.

Ursprünglich sollten die Finals am Ende der Saison, wie auch in den vergangenen beiden Jahren, in Riad, Saudi Arabien, stattfinden. Hauptgrund der Verlegung nach Kalifornien (Indian Wells Tennis Garden) war Berichten zufolge die angespannte geopolitische Lage und die Sicherheitsrisiken durch die Konflikte im Nahen Osten.  Ab 2027 soll das Saisonfinale für mindestens drei Jahre nach Charlotte, North Carolina, ziehen.

Folgende Spielerinnen haben sich für die WTA-Finals 2026 qualifiziert:

Elena Rybakina

Als amtierende Nummer eins (seit ihrem Halbfinale-Einzug in Flushing Meadows) und Titelverteidigerin reist Elena Rybakina nach Indian Wells zum Saison-Abschluss. In Riad setzte sie sich im vergangenen Jahr gegen die damalige Weltranglistenerste Aryna Sabalenka durch.

Während der laufenden Saison konnte die Kasachin zwei der vier Grand Slam-Turniere gewinnen: Sie siegte in Melbourne und New York und ist somit insgesamt dreifacher Grand Slam-Champion. In beiden Finals schlug sie Sabelenka. Zudem gewann sie in Stuttgart den Porsche Tennis Grand Prix. Im Endspiel besiegte sie die Tschechin Karolina Muchova. Bei den Master-Turnieren in Indian Wells und Toronto stand sie im Finale.

Aryna Sabalenka

Als Nummer eins startete Aryna Sabalenka erfolgreich in die Saison. Beim WTA-500-Turnier in Brisbane verteidigte die Belarussin ihren Titel. Im Endspiel setzte sie sich in zwei Sätzen gegen Marta Kostyuk durch. Bei den Australian Open stand sie im Finale.

Ihr größter Erfolg 2026: Durch die aufeinanderfolgenden Siege in Indian Wells und in Miami komplettierte sie das prestigeträchtigste Sunshine Double. In Miami besiegte sie Coco Gauff, in Indian Wells gelang ihr die Revanche für das Australian Open Finale, indem sie sich gegen Elena Rybakina durchsetzte.

Darauf folgte, für Sabalenkas Verhältnisse, ein mäßiges Jahr mit frühen Niederlagen bei Turnieren. Bei den US Open erreichte sie das Finale, verlor in New York jedoch ihr Nummer eins-Ranking und das Endspiel gegen Elena Rybakina. Ihre letzte große Chance der Saison: die WTA-Finals in Indian Wells.

Mirra Andreeva

Mit 19 Jahren ist Mirra Andreeva die jüngste Spielerin, die an den diesjährigen WTA-Finals teilnimmt. Die Teenagerin erreichte in der laufenden Saison einen großen Meilenstein ihrer Karriere. Auf dem roten Sand in Paris gewann sie ihren ersten Grand Slam-Titel. Im Finale setzte sie sich in zwei Sätzen deutlich gegen die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska durch.

Zudem konnte sie zwei WTA-500-Turniere für sich entscheiden. Zu Saisonbeginn schlug sie im Finale in Adelaide, Australien, die Kanadierin Victoria Mboko, ebenfalls klar in zwei Sätzen. In Linz, Österreich, setzte sie sich in drei Sätzen gegen Anastasia Potapova durch. Bei den Master-Turnieren in Madrid (Madrid Open) und in Peking (China Open) stand sie jeweils im Endspiel. Nach ihrem starken Lauf in Peking kletterte sie auf Rang drei der Weltrangliste – ihr bisher höchstes Ranking.

Coco Gauff

Die 22 Jahre alte US-Amerikanerin spielte sich über ihre Konstanz in die WTA-Finals.  Coco Gauff erreichte in Melbourne bei den Australian Open das Viertelfinale, in Wimbledon und bei den US Open das Halbfinale. Im Arthur Ashe Stadium musste sich Gauff gegen die frisch gebackene Nummer eins und spätere US Open-Siegerin Elena Rybakina geschlagen geben.

Bei den WTA-1000-Turnieren in Miami und in Rom spielte sie sich bis ins Finale. In Miami unterlag sie Aryna Sabalenka und in Rom scheiterte sie an Elina Svitolina. Im August feierte sie dann ihren größten Saison-Erfolg: den Turniersieg bei den Cincinnati Open (WTA-1000). Im Finale setzte sie sich in zwei Sätzen gegen Jessica Pegula durch.

Jessica Pegula

Mit einer Match-Bilanz von 50-13 spielte Jessica Pegula eine erfolgreiche Saison. Die US-Amerikanerin kam bei den Grand Slam-Turnieren weit nach vorn. In Australien erreichte sie das Halbfinale, im All England Club das Viertelfinale und in Flushing Meadows erneut das Halbfinale.

Zudem konnte die 32-Jährige zwei WTA-Titel in der laufenden Saison gewinnen: das WTA-1000-Turnier in Dubai und das WTA-500 in Charleston. Im Finale stand sie außerdem in Berlin, Washington D.C. und Cincinnati.

Linda Noskova

Die junge Tschechin Linda Noskova entpuppte sich in diesem Jahr als Star der Rasen-Saison. Bei den Berlin Open (WTA-500) gewann die 21-Jährige sowohl im Einzel als auch im Doppel. Wenig später gewann sie dann überraschend auf dem heiligen Rasen im All England Club ihren ersten Grand Slam-Titel. In drei Sätzen setzte sie sich auf dem Centre Court von Wimbledon gegen ihre tschechische Kontrahentin Karolina Muchova durch.

In der laufenden Saison spielte sie sich erstmals in ihrer Karriere in die Top Ten. Nach ihrem Wimbledon-Triumph kletterte sie auf Rang sieben der WTA-Weltrangliste. Ihre bisher beste Platzierung (Nummer sechs der Welt) erreichte sie im August. Im Billie Jean King Cup war sie Teil des tschechischen Siegerteams.

Elina Svitolina

Zu Saisonbeginn gewann Elina Svitolina das WTA-250-Turnier in Auckland. In Melbourne erreichte die Ukrainerin einen Meilenstein in ihrer Karriere. Erstmals zog sie bei den Australian Open ins Halbfinale ein, in welchem sie sich der späteren Finalistin Aryna Sabalenka geschlagen geben musste.

Beim WTA-1000-Turnier in Dubai schaffte sie es bis ins Finale, wo sie gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula verlor. Das Masters-Turnier in Rom, die Italian Open, konnte sie dann gewinnen. In drei Sätzen setzte sich die 32-Jährige gegen Coco Gauff durch und gewann ihren 20. Karrieretitel.

Karolina Muchova

Als letztes qualifizierte sich die Tschechin Karolina Muchova. Zu Saison-Start gewann die 30-Jährige die Qatar Ladies Open (WTA-1000) in Doha. In Stuttgart stand sie im Finale des Porsche Tennis Grand Prix, in welchem sie sich der späteren Siegerin des Turniers, Elena Rybakina, geschlagen geben musste.

Besonders die Rasensaison verlief erfolgreich für die Tschechin. In Bad Homburg sicherte sie sich ihren ersten Karrieretitel auf Gras. Im Endspiel musste Naomi Osaka verletzungsbedingt aufgeben. Kurze Zeit später zog  Muchova ins Finale in Wimbledon ein, welches sie in drei Sätzen gegen Linda Noskova verlor.

In New York konnte sie den Grand Slam-Titel im Mixed-Wettbewerb im Vorfeld der US Open an der Seite des Tschechen Jakub Mensik gewinnen. Im Finale schlugen sie die Schweizerin Belinda Bencic und den Italiener Flavio Cobolli. Gemeinsam mit dem tschechischen Team feierte sie außerdem den Sieg im Billie Jean King-Cup. Im Juli erreichte sie mit Rang sechs ihr neues Career-High.

Text: Anna Sophia Antic. Sie studiert Journalismus an der IU-Akademie.