Marton Fucsovics

PARIS, FRANCE - OCTOBER 01: Marton Fucsovics of Hungary plays a forehand during his Men's Singles second round match against Albert Ramos-Vinolas of Spain on day five of the 2020 French Open at Roland Garros on October 01, 2020 in Paris, France. (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

YONEX-Tagebuch: Marton Fucsovics – „Ich fühle mich nun reif genug“

Knapp 50 Spieler von YONEX stehen im Hauptfeld bei den French Open. Auf tennismagazin.de berichten einige YONEX-Schützlinge über ihre Erlebnisse in Roland Garros. Marton Fucsovics, ehemals Nummer eins bei den Junioren, fühlt sich endlich bei den Profis angekommen.

Gute und erfolgreiche Tennisspieler aus Ungarn sind rar gesät. Marton Fucsovics ist einer von ihnen. Bei den French Open steht der 28-Jährige zum ersten Mal in der dritten Runde. Fucsovics ist ein Spätstarter. Obwohl er die Nummer eins der Junioren war und 2010 den Juniorentitel in Wimbledon gewann, brauchte es bis zum Jahr 2016, bis er sein erstes Grand-Slam-Hauptfeld spielte.

Seitdem hat sich Fucsovics in den Top 100 etabliert, mit Platz 31 als Karriere-Bestmarke. In der ersten Runde bei den French Open schlug er mit Daniil Medvedev erstmals einen Top-10-Spieler. „Ungarn ist ein kleines Land und unsere Tennisgeschichte ist zudem nicht so bedeutend im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Nach einigen Erfolgen in den 70er-Jahren mit Spielern wir Balazs Taroczy haben wir nun wieder einige Spieler, die bei den großen Turnieren dabei sind“, sagt Fucsovics über Tennis in Ungarn. Sein Ziel: der bestplatzierte Spieler aus Ungarn zu werden.

Marton Fucsovics: „Ich musste so viele Kämpfe durchstehen”

Fucsovics wurde technisch in Deutschland ausgebildet. „Im Alter von 15 habe ich meine Heimatstadt Nyiregyhaza verlassen, um nach Deutschland zu ziehen. Ich bin zur First-Line Tennis Academy in Murr gegangen. First-Line hat mir dabei geholfen, die Nummer eins bei den Junioren zu werden“, schildert der Ungar. Der Übergang von den Junioren zu den Profis fiel ihm dann aber sehr schwer.

„Nach all den Erfolgen bei den Junioren war es schwer für mich, dass ich mich nur um Platz 600 im ATP-Ranking wiederfinde. Ich musste so viele Kämpfe durchstehen. Glücklicherweise fühle ich mich nun reif genug, sowohl mental als auch physisch, um unterschiedliche Situationen und Veränderungen zu meistern“, sagt Fucsovics. In Roland Garros spielt er nun gegen den Brasilianer Thiago Monteiro um sein drittes Grand-Slam-Achtelfinale.