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Match des Tages am Mittwoch: Murray gegen Gasquet

Wer gegen wen? Der letzte in der Einzelkonkurrenz verbliebene und an Position neun gesetzte Franzose Richard Gasquet, 29, trifft auf den Weltranglistenzweiten Andy Murray, 29, aus Schottland.



Wann und wo? Wie es sich für den letzten verbliebenen Franzosen gehört, natürlich auf dem größten Platz der Anlage, dem Court Phillipe Chatrier. Zuvor bestritt dort Serena Williams ihr Achtelfinalspiel gegen die Russin Elina Svitolina (6:1, 6:1) und Novak Djokovic setzt seine Partie gegen den Spanier Roberto Bautista-Agut fort, die gestern beim Stand von 3:6, 6:4, 4:1 aus der Sicht des Serben abgebrochen wurde.

Direkter Vergleich? Es ist bereits das dritte Match der beiden in Roland Garros. Murray konnte beide Vergleiche für sich entscheiden. 2010 in fünf, 2012 dann in vier Sätzen, wobei er in beiden Partien einem Satzrückstand hinterherlaufen musste. Insgesamt führt der Schotte im direkten Vergleich mit 7:3. Einen Sieg davon errang Gasquet auf Sand in Rom. Das letzte Spiel der beiden fand ebenfalls in Paris statt, jedoch nicht in Roland Garros, sondern auf Hartplatz in Paris-Bercy, beim letzten Masters-1000er der Saison. Hier siegte Murray im Viertelfinale in drei Sätzen.


Wie ist die Sandplatzform der beiden? Für Murray hätte die Sandplatzsaison bis hierhin fast nicht besser laufen können. Nach einer Halbfinalteilnahme in Monte Carlo, wo er gegen den späteren Sieger Rafael Nadal ausschied, erreichte er in Madrid das Finale, in dem er in drei Sätzen gegen Novak Djokovic unterlag. Zum Abschluss der Mastersturniere auf Sand gewann er das Finale von Rom in drei Sätzen gegen Djokovic. Ganz anders lief die Vorbereitung von Richard Gasquet. Im Fürstentum Monaco unterlag er in der zweiten Runde seinem Landsmann Lucas Pouille. In Madrid und Rom schied er jeweils in der dritten Runde in zwei Sätzen gegen Kei Nishikori aus.

Wen mussten die beiden auf dem Weg ins Viertelfinale schlagen? Gasquet hat seine schwere Auslosung bisher sehr gut überstanden. In der ersten Runde gab er sich gegen den auf Sand nicht zu unterschätzenden Thomaz Belucci keine Blöße. Auch der Amerikaner Björn Fratangelo stellte keine Gefahr dar. Im jungen Australier Nick Kyrgios sah man dann schon eine wesentlich schwerere Aufgabe, die Gasquet ganz souverän in drei Sätzen meisterte. Im Achtelfinale traf er mit dem Japaner Kei Nishikori erstmals auf einen in der Weltrangliste höher stehenden Gegner, der vor Turnierbeginn auch als Geheimfavorit galt. Hier musste der 29-jährige erstmals einen Satz abgeben, setzte sich aber trotzdem in vier Sätzen durch. Murray startete deutlich schleppender in das Turnier. Gegen Altmeister Radek Stepanek musste der Schotte einen 0:2-Satzrückstand drehen um im entscheidenden fünften knapp mit 7:5 die Oberhand zu behalten. In der zweiten Runde musste er gegen den französischen Wildcard-Spieler Mathias Bourgue erneut über die volle Distanz gehen, um nicht schon frühzeitig die Koffer packen zu müssen. Danach schien der Schotte im Turnier angekommen zu sein und besiegte die beiden Aufschlagriesen Ivo Karlovic, Kroatien, und John Isner, USA, glatt in drei Sätzen. Dennoch stand Murray nach den ersten vier Runden bereits zwei Stunden und neun Minuten länger auf dem Platz als sein heutiger Gegner.


Und, wie lautet die Prognose? Richard Gasquet hat bis jetzt eine bärenstarke Woche in Paris gespielt. Doch mit den Landsleuten im Rücken wird der Druck, als letzter Franzose im Einzel-Wettbewerb zu stehen, riesengroß sein. Murray hat sich nach dem Stotterstart in Paris wieder gefangen und wird in die Vorschlussrunde einziehen – 7:6, 5:7, 6:3, 6:4.

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