Die WTA-Finals in Indian Wells starten am 8. November. Mit dabei: Elina Svitolina. 2018 gewann sie das Saisonfinale ohne Niederlage. Gelingt der 32-Jährigen nach ihrer besten Saison seit Jahren und einem privaten Einschnitt im Herbst die große Krönung?
Im Format „Die Saison von …“ findet Ihr alle Infos über die besten acht Spielerinnen der Saison: Als siebte Spielerin qualifizierte sich Elina Svitolina. Die Saison der Ukrainerin könnte man als Mischung aus Comeback, Triumph und Trennung bezeichnen.
Traumstart in Australien
Svitolina begann 2026 mit zehn Siegen in Serie. In Auckland gewann sie mit 6:3 und 7:6 gegen Wang Xinyu ihren ersten Titel des Jahres. Bei den Australian Open schlug sie Mirra Andreeva und Coco Gauff, erst im Halbfinale stoppte sie Aryna Sabalenka. Der Lauf brachte sie erstmals seit Oktober 2021 zurück in die Top 10.
Starker Frühling in Dubai und Indian Wells
Im Februar erreichte die Ukrainerin das Finale von Dubai, dort unterlag sie Jessica Pegula mit 2:6 und 4:6. Im März warf sie in der kalifornischen Wüste Iga Swiatek mit 6:2, 4:6 und 6:4 aus dem Turnier. Im Halbfinale war dann gegen Elena Rybakina Schluss.
Der dritte Triumph in Rom
Im Mai folgte der größte Erfolg der Saison. Auf dem Weg zu ihrem dritten Titel beim WTA-1000-Turnier in Rom bezwang Svitolina Rybakina, Swiatek und im Finale Gauff, nach fast drei Stunden mit 6:4, 6:7 und 6:2. Es war ihr erster WTA-1000-Titel seit acht Jahren und ihr erster dort als Mutter. Als erste Ukrainerin steht sie nun bei 20 WTA-Titeln.
Rückschläge in Paris, Wimbledon und New York
Danach wurde die Saison wechselhafter. Bei den French Open verlor sie das ukrainische Viertelfinale gegen Marta Kostyuk mit 3:6, 6:2 und 2:6. In Wimbledon kam das Aus schon in Runde eins gegen ihre Landsfrau Daria Snigur. Bei den US Open war in Runde drei gegen Anna Kalinskaya Endstation.
Dazwischen zeigte sie erneut ihre Kämpferqualitäten. In Toronto stand sie im Halbfinale, in Cincinnati wehrte sie gegen Tereza Valentova sieben Matchbälle ab und gewann noch.
Historisches Finale für die Ukraine
Im September sorgte Svitolina für einen emotionalen Höhepunkt. Mit ihrem Sieg gegen Jasmine Paolini im Halbfinale führte sie die Ukraine in Shenzhen erstmals ins Finale des Billie Jean King Cups. Ihren Schläger schmetterte sie danach vor Freude auf den Boden. Im Endspiel unterlag die Ukraine Tschechien mit 0:2, Svitolina verlor dabei gegen Linda Noskova.
Die Trennung von Monfils
Abseits des Platzes kam der Einschnitt im Oktober. Am 19. Oktober gab Svitolina auf Instagram die Trennung von Gaël Monfils nach fünf Jahren Ehe bekannt, zwei Tage nachdem die WTA ihre Qualifikation für die WTA-Finals verkündet hatte. Noch bei den US Open hatten beide gemeinsam im Mixed das Halbfinale erreicht.
Als Belastung nannte sie zunächst den Krieg in ihrer Heimat, der sie psychisch stark mitgenommen habe. Einen Tag später stellte sie klar, das sei nur einer von mehreren Gründen gewesen, manches sei zu persönlich für die Öffentlichkeit. Für die gemeinsame Tochter Skai wollen beide weiter da sein: „Unsere Ehe endet, aber unsere Familie nicht“, schrieb Svitolina. Mehr zur Trennung hier.
Monfils, der schon am 5. Oktober seine Karriere beendet hatte, wurde laut „L’Équipe“ von der Nachricht schwer getroffen. Am 3. November verabschiedete ihn das Publikum beim Masters in Paris. Mehr zur Abschiedsfeier hier.
Krönung in Indian Wells?
Svitolina reist mit einer Bilanz von 48 Siegen und 15 Niederlagen und als Nummer sechs der Welt an. Das ist ihre beste Platzierung seit fünf Jahren. Zuletzt erreichte sie in Peking und Wuhan jeweils das Viertelfinale, dort unterlag sie Zheng Qinwen und Sonay Kartal.
Ihre Bilanz beim Saisonfinale kann sich sehen lassen: 10:3 Siege, der Titel 2018 und das Finale 2019. Nun kehrt sie erstmals seit sieben Jahren zurück, als erste Mutter im Einzel seit Kim Clijsters 2010. Clijsters gewann damals den Titel. Der Belag passt: Im März stand Svitolina auf dem Hartplatz von Indian Wells schon im Halbfinale.
Die 32-Jährige spielt in Gruppe zwei. Ebenfalls in Gruppe zwei sind: Aryna Sabalenka, Mirra Andreeva und Karolina Muchova.