Die Saison 2026 nähert sich dem Ende. Vom 15. bis zum 22. November finden zum Saison-Abschluss die ATP-Finals in Turin statt. Die besten acht Spieler des Jahres haben sich qualifiziert. Vier Profis sind zum ersten Mal dabei.
In diesem Jahr werden viele Profis erstmals zum Saisonabschluss in Turin aufschlagen. Folgende Spieler haben sich für die ATP-Finals qualifiziert:
Alexander Zverev
Als Nummer eins der Welt reist Zverev nach Turin. Die Position ist ihm zum Jahresende sicher, egal was in Turin passiert. Seine Karriere galt lange Zeit als unvollendet. Das änderte sich in der Saison 2026. Bei den French Open gewann der 29-Jährige seinen ersten Grand Slam-Titel. Ein zweiter Titel folgte in New York. Zudem stand Zverev im Finale von Wimbledon und im Halbfinale der Australian Open.
Carlos Alcaraz
Der Spanier begann seine Saison bei den Australian Open mit einem historischen Sieg. Mit seinem Sieg in Melbourne komplettierte Alcaraz als jüngster Spieler der Open Era den Karriere-Grand Slam. Im Finale besiegte er den Australian Open-Rekordchampion Novak Djokovic. Im Anschluss gewann der 23-Jährige das ATP-500-Turnier in Doha.
Ab April wurde Alcaraz über vier Monate von einer Handgelenksverletzung ausgebremst. Bei den US Open kehrte er auf die Tour zurück. Zunächst im Mixed mit Serena Williams. Im Einzel spielte er sich bis ins Viertelfinale.
Seither feierte der Spanier ein spektakuläres Comeback, verteidigte seinen Titel in Tokio und gewann erstmals in Wien. In Paris steht er aktuell im Halbfinale. Durch seinen Sieg über Taylor Fritz im Viertelfinale, verpasst der US-Amerikaner in diesem Jahr den Saisonabschluss in Turin.
Ben Shelton
Im vergangenen Jahr gab Ben Shelton sein Debüt bei den ATP-Finals. In diesem Jahr gelang dem US-Amerikaner die Qualifikation erneut.
Der 24-Jährige spielte in diesem Jahr seine bisher erste Saison. Im September kletterte er auf Rang vier der Weltrangliste – sein bisheriges Karrierehoch. Zudem gewann er Titel auf allen Belägen. Im Februar gewann Shelton die Dallas Open (Hartplatz). Darauf folgte ein Titel bei den BMW Open in München (Sand) und der Triumph bei den BOSS Open in Stuttgart (Rasen). Bei den National Bank Open in Montreal (Hartplatz) verteidigte der US-Amerikaner erfolgreich seinen Masters-Titel aus dem Vorjahr.
Zudem stand Shelton in seinem ersten Grand Slam-Finale in New York, in welchem er sich Alexander Zverev geschlagen geben musste.
Daniil Medvedev
Der ehemalige Weltranglistenerste, Daniil Medvedev, qualifizierte sich von 2019-2024 durchgehend für das prestigeträchtige Saisonabschlussfinale. Nachdem er die Qualifikation im letzten Jahr verpasst hatte, schlägt er in diesem Jahr wieder bei den ATP Finals auf.
2026 konnte er sich auf der ATP Tour drei Titel sichern. Mit dem Sieg in Brisbane startete der 30-Jährige gut in die Saison. Einen weiteren Erfolg feierte er im September bei den Hangzou Open. Bei den Almaty Open feierte Medvedev seinen 25. ATP-Einzeltitel.
Flavio Cobolli
Die Saison 2026 war der Durchbruch für Flavio Cobolli. Er erreichte ein Career-High von Weltranglistenplatz sechs.
Anfang März gewann der Italiner das ATP-500-Turnier in Acapulco. Bei den French Open stürmte er auf der Pariser Asche in sein erstes Grand Slam-Finale. Auf dem Court Philippe-Chatrier musste sich der 24-Jährige Alexander Zverev geschlagen geben.
Erstmals qualifizierte er sich für den Saisonabschluss. Dadurch, dass Jannik Sinner verletzungsbedingt ausfällt, geht er als einziger Italiener an den Start.
Arthur Fils
Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist der Franzose Arthur Fils. Seit Gael Monfils im Jahr 2016 ist Fils der erste französische Profi, der sich für den Saisonabschluss qualifizierte. Nach einer längeren Verletzungspause schaffte der 22-Jährige in dieser Saison seinen endgültigen Durchbruch.
Im September feierte Fils sein Debüt in der Top Ten. Sein bisher bestes Ranking ist Rang sieben der Weltrangliste.
Insgesamt gewann Fils in diesem Jahr zwei Titel auf der ATP Tour: den ersten im April, bei den Barcelona Open (ATP 500). Ende August gewann er dann seinen bisher größten Titel in Cincinnati (ATP Masters 1000).
Frances Tiafoe
Sein Debüt bei den ATP Finals gibt zudem der US-Amerikaner Frances Tiafoe. In der laufenden Saison erreichte er Rang acht im ATP-Ranking.
Einen Titel gewann er in Halle bei den Terra Wortmann Open, wo er im Finale den US-Amerikaner Taylor Fritz besiegte. Ein weiteres Highlight waren die US Open. In New York erreichte der 28-Jährige zum dritten Mal in seiner Karriere das Halbfinale. Zudem stand er im Finale von Acapulco (ATP 500) und Cincinnati (ATP Masters 1000).
Rafael Jodar
Als letztes qualifizierte sich der spanische Nachwuchsstar Rafael Jodar. In seiner ersten vollen Profisaison spielte er sich bis in die Top Ten (aktuell Rang zehn). Im April gewann Jodar seinen ersten ATP-Titel in Marrakesch.
Bei den French Open stürmte er direkt ins Viertelfinale. Im August stand der junge Spanier im Finale von Washington D.C, wo er dem US-Amerikaner Taylor Fritz unterlag. Im Oktober stand der 20-Jährige im Finale des Masters in Shanghai.
Die Nummer zehn der Welt krönte die Saison mit der Qualifikation für den Saisonabschluss in Turin.