Boris Becker

Boris Becker über junge Spieler: „Wir sollten die Einstellung hinterfragen“

Jüngere Spieler im Finale eines Grand-Slam-Turniers werden immer mehr zur Ausnahme. Boris Becker sieht ein Einstellungsproblem bei der derzeitigen Tennisgeneration.  

Nach den French Open hat Boris Becker scharfe Kritik an dem Zustand im Herrentennis geübt. Der sechsmalige Grand-Slam-Sieger sagte gegenüber der Times, dass der jüngeren Generation die richtige Einstellung fehle, um Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic zu fordern. Die Big Three haben die letzten neun Grand-Slam-Titel gewonnen (alle jeweils drei Titel).

Boris Becker: „Das ist kein Kompliment für jeden unter 28”

„Ich habe eine Statistik gelesen, dass kein aktiver Spieler außerhalb der Big Three unter 28 abgesehen von Thiem in einem Grand-Slam-Finale stand. Das ist nicht gut. Das ist kein Kompliment für jeden unter 28. Sagt mir nicht, dass die anderen zu gut sind. Wir sollten die Qualität und die Einstellung von jedem unter 28 hinterfragen. Es ergibt keinen Sinn“, sagte Becker. Dominic Thiem ist zudem der einzige Spieler unter 30 Jahren, der einen Satz in einem Grand-Slam-Finale gewinnen konnte.

„So sehr ich Roger, Rafa und Novak respektiere. Junge Spieler sollten hervortreten. Man möchte die Stabübergabe sehen, während die Big Three auf ihrem Höhepunkt sind. Es gibt eine gewisse Mentalität, welche die jüngeren Spieler nicht und welche die anderen drei haben. Es geht nicht um die Vorhände, es geht nicht um die Fitness. Es ist die Denkweise und Einstellung, die den Unterschied zwischen Gewinnen und Verlieren macht“, kritisierte Becker.