Thiem verlor gegen Jarry beide Sätze im Tiebreak

Das Ballkinder-Tagebuch: Das große Favoritensterben

Moritz von Blittersdorff berichtet von seinen Erlebnissen als Ballkind bei den German Open am Hamburger Rothenbaum.



Von Moritz von Blittersdorf 

Gestern habe ich noch das gute Feld gelobt – und heute sind alle Gesetzten raus. Doch Leonardo Mayer, Nicolas Jarry und Nikoloz Basilashvili waren am gestrigen Tag einfach zu stark für Diego Schwartzman, Dominic Thiem und Pablo Carreno Busta. Natürlich war ich nach den Niederlagen enttäuscht, aber auf der anderen Seiten entdeckt man auf diese Weise neue Spieler – so wie schon in den letzten Jahren am Hamburger Rothenbaum.

Vor allem das Viertelfinale von Schwartzman und Mayer sorgte für Aufsehen. Die beiden Landsmänner haben in Hamburg nämlich auch zusammen Doppel gespielt, doch während des Spiels gab es manche Reibereien. Schwartzman beschwerte sich mehrmals, dass Mayer zu lange vor dem Aufschlag bräuchte. Schwartzman war während der ganzen Partie auch nie mit sich zufrieden. Der eigentlich ruhige Argentinier schrie mehrmals seinen Frust raus.

Und auch Dominic Thiem ging es nicht besser. Der Österreicher hatte vor allem mit dem Aufschlag von Nicolas Jarry zu kämpfen. Es ging in beiden Sätzen bis in den Tiebreak und Thiem führte in beiden: im ersten 5:2 und im zweiten 6:3. Es war wirklich bitter zu sehen, wie der Topfavorit so knapp rausgeflogen ist, am Ende war es aber verdient.

Nun stehen also mit Basilashvili und Kovalik zwei Qualifikanten und dazu Nicolas Jarry sowie Titelverteidiger Leonardo Mayer im Halbfinale. Mal sehen, ob der Argentinier bereits zum dritten Mal am Hamburger Rothenbaum triumphieren kann. Er hat noch nie anderswo einen ATP-Titel ergattert, Hamburg scheint ihm also besonders zu liegen!

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