2018 Australian Open – Day 14

Federer in Tränen: Das sagt der Maestro über verstorbenen Coach Carter

Dass Roger Federer eine innige Beziehung zu seinem Jugendtrainer Peter Carter pflegte, ist bekannt. 16 Jahre nach dem tragischen Tod bei einem Autounfall äußerte sich Federer ausführlich über die Auswirkungen auf sein Leben und seine Tenniskarriere – und brach dabei in Tränen aus.

Es war längst nicht das erste Mal, dass Federer öffentlich über den Australier Peter Carter sprach. Sein ehemaliger Jugendcoach war auf tragische Art und Weise im Jahr 2002 mit nur 37 Jahren bei einem Autounfall während der Flitterwochen in Südafrika ums Leben gekommen. Bekannt war die innige Beziehung, die Federer zu Carter pflegte und dass der 20-fache Grand Slam-Champion etwa die Eltern Carters jährlich seit 2005 mit einem Jet zu den Australian Open einfliegen lässt. Um ihn vor Ort spielen sehen zu können, bezahlt er jährlich alle anfallenden Kosten.

Jetzt hat Federer in einem von CNN Sport ausgestrahlten Interview hochemotional über Carter gesprochen und auf ihn reagiert. Das Interview wurde in der Saisonvorbereitung in Dubai aufgenommen. Carter war bis zu dessen Tod Starspieler und Trainer in Federers Jugendclub in Basel.

Als Moderatorin Christina Macfarlane wissen wollte, was Carter wohl heute über Federers Majorrekord denken würde, brach Federer in Tränen aus. „Entschuldigung“, sagte Federer. „Ich vermisse ihn noch immer sehr. Ich hoffe, er wäre stolz“, erklärte der Maestro und beantwortete anschließend die eigentliche Frage.

„Ich denke, er wollte nicht, dass ich ein verschwendetes Talent werde. Sein Tod war irgendwie auch eine Art Warnschuss für mich. Ich begann sofort danach, richtig hart zu trainieren“, sagte Federer zu Tränen gerührt. Bis zu Carters Tod hatte dieser einen großen Einfluss auf Federer: „Wenn ich mich bei irgendjemand für meine Technik bedanken muss, dann bei Peter“, ergänzte Federer.

Den ganzen Video-Ausschnitt, in dem es auch um Lleyton Hewitt und Darren Cahill geht, der ebenfalls mit Carter befreundet war, sehen Sie hier: