Rakuten Open – Day 2

ATP in Asien: Struff schockt Cilic mit Serve&Volley

Beim  ATP-Turnier in Tokyo hat Jan Lennard Struff den topgesetzten Marin Cilic in der ersten Runde gestürzt. Seine Landsleute in Tokyo sind dagegen ausgeschieden. Beim parallel stattfindenden ATP-Turnier in Peking ist Mischa Zverev ebenfalls gescheitert. Sein Bruder steigt noch ins Turniergeschehen ein.

Jan Lennard Struff leistete Marin Cilic große Gegenwehr. Der Warsteiner holte einen Satzrückstand und zweimal einen Breakrückstand im Entscheidungssatz auf. Im Tiebreak hatten beide Akteure zunächst Probleme mit dem eigenen Service. Struff bekam diese schneller in den Griff und zog mit 4:1 davon. Beim Punkt zum 4:1 spielte er beeindruckendes Serve & Volley.

Cilic war sichtlich beeindruckt und streute einen Doppelfehler ein. Am Ende gewann der Davis Cup-Spieler den Tiebreak deutlich mit 7:1 und insgesamt 3:6, 6:4, 7:6. Struff machte zwei Punkte mehr als sein Gegner (101), zwei Winner weniger (28), aber ebenfalls elf Unforced Erros weniger (34). Gepaart mit seinem aggressiven Netzspiel (6/11) machte das den Unterschied. Am Ende reckte „Struffi“ die Hände gen Hallendach. Es war der zweite Top 10-Sieg des Deutschen überhaupt.

In der Runde der letzten 16 wartet nun der erfahrene Franzose Jeremy Chardy, der Damir Dzumhur in drei Sätzen besiegte. Anschließend könnte ein Duell entweder mit Denis Shapovalov oder Stan Wawrinka warten. Ausgeschieden ist dagegen Maximilian Marterer, der Francis Tiafoe in zwei Sätzen unterlag.

ATP Peking: Zverev ausgeschieden

Mischa Zverev ist beim parallel ausgetragenen ATP-Turnier in Peking an seiner Auftakthürde gescheitert. Der 31-Jährige unterlag dem Serben Filip Krajinovic in 64 Minuten mit 1:6, 4:6. Für den Weltranglisten-69. war es die vierte Erstrunden-Niederlage nach den US Open, Metz und Chengdu.

Damit ist aus deutscher Sicht nur noch sein jüngerer Bruder Alexander Zverev in der chinesischen Hauptstadt am Start. Der an Position zwei gesetzte Weltranglistenfünfte trifft am späteren Dienstag auf den Spanier Roberto Bautista Agut. Peter Gojowczyk verlor bereits in drei Sätzen gegen Kyle Edmund.