Stefanos Tsitsipas

Stefanos Tsitsipas: „Als Kind wäre ich fast ertrunken“

Stefanos Tsitsipas spricht im Interview mit dem Socrates Magazin über ein prägendes Ereignis in seiner Kindheit und sein Leben als Einzelgänger.

Stefanos Tsitsipas war der große Aufsteiger des vergangenen Jahres. Auch 2019 läuft es bislang blendend für den 20-jährigen Griechen: Halbfinale bei den Australian Open, Titel in Marseille und Estoril, Finale in Madrid – dazu Siege gegen Roger Federer (Australian Open) und Rafael Nadal (Madrid). Dem Socrates Magazin gab Tsitsipas ein privates Interview und sprach unter anderem über sein Leben auf der Tour und ein prägendes Ereignis in seiner Kindheit.

Stefanos Tsitsipas: „Ich genieße es, in meiner eigenen Welt zu leben”

„Ich genieße es, in meiner eigenen Welt zu leben. Ich habe nicht viele, dafür aber sehr gute Freunde in meinem ganz engen Umfeld. Mit ihnen verbringe ich gerne Zeit, aber das Schönste für mich ist, komplett allein zu sein und allein zu entscheiden, was ich machen will. Mir ist sehr wichtig, kreativ und unabhängig zu sein“, erzählte Tsitsipas, der als Einzelgänger auf der ATP-Tour gilt.

In seiner Kindheit machte ihn die frühe Fokussierung auf eine Profikarriere im Tennis zu einem Außenseiter. „Ich hatte es in der Schule nicht einfach, weil ich oft allein war. Keiner wollte mich in seinen Freundeskreis lassen. Mein Nachteil war, dass ich ständig auf Reisen war, um irgendwo an Turnieren teilzunehmen. Ich hatte das Gefühl, dass etliche Mitschüler neidisch auf mein Leben waren. Ich habe damals versucht, diese Dinge nicht so wahnsinnig wichtig zu nehmen und immer schön die Ruhe zu bewahren. Das war nicht immer leicht.“

Stefanos Tsitsipas will der beste Spieler aller Zeiten werden

Auf dem Platz agiert Tsitsipas offensiv und ausgesprochen furchtlos. Das hat auch einen besonderen Grund, wie er dem Socrates Magazin verriet. „Als Kind wäre ich fast ertrunken. Mein Vater hat mir damals das Leben gerettet. Seitdem betrachte ich viele Sachen anders. Ich genieße jeden Augenblick mehr als früher. Auf dem Court beschäftige ich mich nur mit meinem Spiel, nicht mit dem Gegner. Es spielt sich alles im Kopf ab und wenn ich eine falsche Entscheidung treffe, dann bin ich allein schuld. Angst habe ich nie, wenn ich spiele.“

Für die nächsten Jahre hat sich Tsitsipas viel vorgenommen. Auf die Frage, was die Leute in vielen Jahren über ihn lesen sollen, wenn sie nach seinem Namen suchen, antwortete der Grieche forsch: „Da sollte stehen: die ehemalige Nummer eins der Welt oder besser noch: der beste Spieler aller Zeiten.“