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Tommy Haas mit Tipps für Zverev

Tommy Haas (44) kennt sich mit schweren Verletzungen aus – und schaffte es trotzdem auf Platz zwei der Weltrangliste. In dieser Woche schaut er bei den Australian Open vorbei, bei denen er dreimal das Halbfinale erreicht hat. Inzwischen ist der in den USA lebende Ex-Profi Turnierdirektor des Turniers von Indian Wells (6.- 19. März).

Gerne würde er dort seinen engen Freund Roger Federer, der im Vorjahr seine Laufbahn beendet hat, begrüßen. Doch daran glaubt er nicht: „Vermutlich wird Roger derzeit von jedem Turnier in der Welt eingeladen. Da kann er gar nicht überall zusagen. Ihm geht es gut, er genießt die Ski-Saison“, verriet Haas.

Größer als ein Besuch von Roger Federer in Indian Wells ist dort im März die Chance auf einen Auftritt von Alexander Zverev. Deutschlands Nummer eins schaffte es in Melbourne nur in die zweite Runde, ist noch weit entfernt von seiner Leistungsstärke vor seiner siebenmonatigen Verletzungspause.

Haas hofft, dass Zverev seine Comeback-Bemühungen nutzt, um den Blick auf sein eigenes Spiel zu reflektieren. „Mehr Selbstvertrauen, positiveres Spiel“, wünscht sich Haas. Konkret: nicht nur an der Grundlinie verweilen, öfter auch den Weg nach vorne suchen: „Das würde ich ihm empfehlen, wenn ich in seinem Team wäre.“ Zudem rät er dringend an, dass Zverev seinen zweiten Aufschlag endlich nachhaltig verbessert.

Denn – da ist sich Haas sicher – es wird selbst für einen gesunden und topfitten Zverev schwerer, Grand Slams zu gewinnen und einen neuerlichen Angriff auf die Nummer eins zu starten. Denn „die neue Generation wird immer besser“, sagt Haas.

Neben Carlos Alcaraz und Stefanos Tsitsipas gilt das auch für Shooting Stars wie Holger Rune, Sebastian Korda oder Casper Ruud. Kurzum: die Konkurrenz ist größer geworden. Haas sagt: „Mit seinem Siegeswillen und seinem Potenzial ist Sascha für mich immer ein Top-Ten-Spieler.“

Jetzt wünscht er sich den nächsten Schritt, damit auch Grand-Slam-Titel möglich sind.