Alexander Zverev

Alexander Zverev spielt im Wimbledonfinale gegen Jannik Sinner auch um ein Novum im Herrentennis.Bild: Imago

Wimbledonfinale: Alexander Zverev spielt um diesen Rekord

Alexander Zverev steht im Finale in Wimbledon. Schlägt er Jannik Sinner im Endspiel, schafft er ein Novum im Herrentennis.

Das Warten hat endlich ein Ende! Nach 31 Jahren steht beim prestigeträchtigsten Tennisturnier der Welt, in Wimbledon, wieder ein Deutscher im Finale im Herren-Einzel: Alexander Zverev. Im Jahr 1995 verlor Boris Becker im Endspiel gegen Pete Sampras. Der letzte deutsche Herrensieger in Wimbledon: Michael Stich im Jahr 1991 im deutschen Finale gegen Becker.

Zverev schafft etwas, was Becker und Stich nicht gelungen ist

Nach seinem lang ersehnten Grand-Slam-Titel bei den French Open scheint der Knoten bei Zverev geplatzt zu sein. In Wimbledon kam er zuvor nie über das Achtelfinale hinaus. Nun spielt der 29-jährige Deutsche an der Church Road in London groß auf. Der Viertelfinaleinzug sicherte ihm die Mitgliedschaft im legendären Last 8 Club. In der Runde der letzten Acht besiegte er Angstgegner Taylor Fritz erstmals nach sieben Niederlagen in Folge – glatt in drei Sätzen.

Mit dem Erreichen des Endspiels nach dem souveränen Halbfinalsieg gegen die Turniersensation, den britischen Wildcard-Spieler Arthur Fery, schaffte Zverev etwas, was seinen Landsleuten Becker und Stich nicht gelungen ist. Der Hamburger ist der 13. Spieler in der Geschichte der Profiära, der das Finale bei den vier Grand-Slam-Turnieren erreicht hat.

Wimbledonfinale Zverev vs. Sinner im TV: Kostenlos für alle Amazon-Kunden

Zverev trifft im Match um den Wimbledontitel auf den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Jannik Sinner (17 Uhr deutscher Zeit live auf Amazon Prime, das Finale gibt es gratis für alle Kunden mit einem Amazon-Account).

Mit dem Wimbledonsieg wäre Zverev der siebte Spieler, dem der sogenannte Channel Slam gelingen würde – der Triumph bei den French Open und Wimbledon im gleichen Jahr. Geschafft haben dies in der Profiära Rod Laver (1969), Björn Borg (1978, 1979, 1980), Rafael Nadal (2008, 2010), Roger Federer (2009), Novak Djokovic (2021) und Carlos Alcaraz (2024).

Wimbledonfinale: Zverev steht vor Novum im Herrentennis

Außerdem winkt Zverev ein Rekord: Schlägt er Sinner im Wimbledonfinale, beendet er nicht nur die neun Spiele umfassende Niederlagenserie gegen den Italiener, sondern schafft auch ein Novum im Herrentennis. Zverev wäre der erste Spieler in der Profiära, der nach seinem Grand-Slam-Premierentitel (French Open 2026) auch das darauffolgende Grand-Slam-Turnier gewinnt.

Zuletzt erreichten Andy Murray und Daniil Medvedev nach ihrem ersten Grand-Slam-Titel das Endspiel beim darauffolgenden Grand-Slam-Turnier. Murray verlor nach seinem US-Open-Titel 2012 im Finale der Australian Open 2013 gegen Novak Djokovic. Medvedev zog nach seinem US-Open-Titel 2021 ins Endspiel bei den Australian Open 2022 ein und verlor trotz 2:0-Satzführung gegen Rafael Nadal.

Gesellt sich Zverev zu vier Damen?

Im Damentennis gab es das Double mit Premierentitel und zweiter Triumph direkt danach bereits viermal: Chris Evert (French Open und Wimbledon 1974), Venus Williams (Wimbledon und US Open 2000), Jennifer Capriati (Australian Open und French Open 2001) und Naomi Osaka (US Open 2018 und Australian Open 2019).

French-Open-Sieger Zverev spielt auf dem heiligen Rasen in Wimbledon also nicht nur um deutsche Sportgeschichte, sondern auch um ein seltenes Double, das ihm den Platz in den Tennisannalen auf ewig sichern würde – als erster Spieler im Herrentennis überhaupt.