Roger Federer

Australian Open: 5 Kurzgeschichten zu Tag 4

Was passierte an spannenden und kuriosen Sachen am vierten Tag der Australian Open? Wir geben einen Überblick über die Geschehnisse und Randgeschichten im Melbourne Park.

Roger Federer und die Kameras: „Aufpassen, dass ich nicht paranoid werde“

Die Spieler bei den Australian Open müssen damit zurechtkommen, dass sie in den Katakomben gefilmt werden und die Szenen dann auch veröffentlicht werden. Dabei kommen hin und wieder amüsante Szenen ans Tageslicht, wie zum Beispiel, als sich Roger Federer und Grigor Dimitrov kurz vor ihrem Duell bei den Australian Open 2016 das vorangegangene Match von Maria Sharapova anschauten.

Beim diesjährigen Turnier filmten die Kameras den Schweizer dabei, wie er mit seinem Team um Trainer Severin Lüthi und Physiotherapeut Daniel Troxler Verstecken spielte. Gefragt von der Aargauer Zeitung sagte Federer über die Omnipräsenz der Kameras im Melbourne Park: „Inzwischen muss ich mir schon fast überlegen, wo ich mich aufwärmen kann, ohne gefilmt zu werden. Ich muss schon aufpassen, dass ich nicht paranoid werde und überall schaue, ob es Kameras gibt.“ Federer war überrascht, dass die Szene veröffentlicht wurde, ohne dass das Verständnis der beteiligten Personen eingeholt wurde. „Aber ich fand es eigentlich noch ganz lustig“, meinte Federer.

Wozniacki glaubt nicht an erfolgreiches Clijsters-Comeback

Anfang März kehrt Kim Clijsters nach siebeneinhalbjähriger Pause auf die WTA-Tour zurück. Die Belgierin startet beim WTA-Turnier in Monterrey. Caroline Wozniacki glaubt nicht an ein erfolgreiches Comeback von Clijsters. „Ich glaube nicht, dass sie erfolgreich sein kann. Sie kann mich eines Besseren belehren. Tennis hat sich in den letzten sieben Jahren verändert. Es ist nicht so einfach, wie es von außen ausschaut. Ich weiß nicht, welche Ziele sie hat“, sagte Wozniacki. „Sie ist eine Spielerin mit vielen Verletzungen. Es wird schwer werden, den Körper bei 100 Prozent zu halten, wenn sie eine komplette Saison spielen will. Ich glaube aber, dass sie das nicht tun will.“

Serena Williams lacht sich über Tanzvideo schlapp

Jim Courier ist für viele der wohl beste Interviewer im Tennissport. Es gehört viel dazu, Serena Williams bei einem Interview aus der Reserve zu locken. Courier schaffte dies nach Williams‘ Zweitrundensieg in Melbourne, indem er sie auf ein Tanzvideo ansprach, dass die 38-Jährige gemeinsam mit Coco Gauff einstudierte. Williams sah die Szenen offensichtlich zum ersten Mal und konnte sich nicht einkriegen vor Lachen. Mit einem lässigen Spagat beendete die 23-malige Grand-Slam-Siegerin die Choreografie. Schaut selbst!

Alex Bolt mit dem Schlag des Tages

Viel hat nicht gefehlt und Alex Bolt hätte den größten Sieg in seiner Karriere erreicht. Der Australier führte in der zweiten Runde gegen Dominic Thiem mit 2:1-Sätzen, ehe der Österreicher die Sätze vier und fünf recht deutlich gewann. Immerhin: Bolt fabrizierte den Schlag des Tages – ein Winner um den Netzpfosten.

Jens Knippschild, die Fünfsatzlegende

Erinnert ihr euch noch an Jens Knippschild? „Knippi“ gehörte Ende der Neunzigerjahre nach den Karriereenden von Boris Becker und Michael Stich zu den besten deutschen Spielern. Als Tennys Sandgren mit seinem überraschenden Fünfsatzsieg gegen Matteo Berrettini in die dritte Runde der Australian Open einzog und auch sein viertes Fünfsatzmatch gewann, wurde eine Statistik hervorgekramt, in der Knippschild der Beste ist. Der Deutsche ist der Spieler mit den meisten Fünfsatzsiegen ohne eine einzige Niederlage. „Knippi“ gewann all seine sieben Fünfsatzmatches – jeweils eine bei den Australian Open, Wimbledon und den US Open sowie vier bei den French Open.

Podcast zum vierten Tag der Australian Open

Unsere Kollegen von „Chip & Charge“ versorgen euch mit Ihrem Podcast „Daily Down Under“ jeden Tag mit einer Zusammenfassung des Tages von den Australian Open.