Roger Federer gehört zu den Favoriten in Wimbledon

Fragen und Antworten zu den zu den 132. Championships in Wimbledon

Wimbledon (SID) – Was steht an?

Die Rasensaison der Tennis-Tour erreicht beim Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon ihren Höhepunkt. Es ist das älteste und zugleich bedeutendste Tennisturnier der Welt. Ab Montag kämpfen 128 Frauen und Männer zwei Wochen lang um den prestigeträchtigsten der vier Major-Titel.

Wer sind die Favoriten?

Titelverteidiger Roger Federer ist auch in diesem Jahr der erste Anwärter auf den Sieg. Und das, obwohl der Rekord-Grand-Slam-Sieger zuletzt beim Turnier in Halle/Westfalen eine etwas überraschende Finalpleite gegen Borna Coric kassierte. In Wimbledon könnte der junge Kroate Federer im Achtelfinale fordern. Daneben gehören der wiedererstarkte Novak Djokovic und Dauerrivale Rafael Nadal zu seinen größten Herausforderern. Auch Deutschlands Hoffnungsträger Alexander Zverev ist prinzipiell alles zuzutrauen.

Wer sind die Favoritinnen?

Bei den Frauen ist das Rennen um den Titel einmal mehr komplett offen. Vorjahressiegerin Garbine Muguruza gehört ebenso zum Kreis der Titelfavoritinnen wie Eastbourne-Champion Caroline Wozniacki oder die zweimalige Wimbledon-Gewinnerin Petra Kvitova. Die Weltranglistenerste Simona Halep hat sich nach ihrem erlösenden ersten Grand-Slam-Triumph bei den French Open noch gar nicht wieder gezeigt und ist damit eine Wundertüte. Auch das Rasen-Comeback von Serena Williams wird mit Spannung erwartet. Die deutsche Nummer eins Angelique Kerber besitzt zumindest Außenseiterchancen.

Was ist mit den weiteren Deutschen?

Mischa Zverev und Tatjana Maria haben bei den Vorbereitungs-Turnieren in Eastbourne beziehungsweise auf Mallorca jeweils im Alter von 30 Jahren ihren ersten Titel auf der Profi-Tour gewonnen. Auch ihnen sind damit grundsätzlich einige Runden zuzutrauen, auch wenn Maria gleich in Runde eins ein Knallerduell mit Jelena Switolina (Ukraine/Nr. 5) erwartet. Für Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 13) wäre das Erreichen der zweiten Turnierwoche ein Erfolg.

Was ergab die Auslosung?

Zverev hat gegen den australischen Weltranglisten-752. James Duckworth quasi ein Freilos, richtig kompliziert könnte es für ihn ab dem Achtelfinale werden, wo ein Duell mit dem australischen Bad Boy Nick Kyrgios (Nr. 16) droht. Kerber trifft zunächst im Duell zweier ehemaliger Wimbledon-Finalistinnen auf die Russin Wera Swonarewa. Interessante Duelle erwarten außerdem Peter Gojowczyk (München) gegen den mitfavorisierten Juan Martin del Potro (Argentinien/Nr. 5) und Görges gegen Olympiasiegerin Monica Puig (Puerto Rico).

Wer überträgt?

Pay-TV-Sender Sky berichtet insgesamt 350 Stunden live aus Wimbledon. Das Auftaktmatch von Titelverteidiger Roger Federer gegen den Serben Dusan Lajovic am 2. Juli wird auch frei empfangbar auf Sky Sport News HD zu sehen sein. Dies gilt auch für das Format „London Calling – die Highlights“ täglich ab 22.00 Uhr. Als Experte ist wie in den Vorjahren der frühere Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen mit dabei.

Zahlen, bitte!

Das Preisgeld in Wimbledon ist erneut gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent. Insgesamt werden 34 Millionen Pfund (38,4 Millionen Euro) ausgeschüttet. Die Sieger im Männer- und Fraueneinzel bekommen jeweils 2,25 Millionen Pfund (2,54 Millionen Euro). Seit 2011 (14,6 Millionen Pfund) hat sich das Preisgeld in Wimbledon mehr als verdoppelt.