Miami Open: 10 Dinge, die man über das Masters-Turnier wissen sollte
Die Miami Open gehören zu den prestigeträchtigsten Tennisturnieren der Welt. Hier sind zehn Dinge, die man über das Masters-Event in Florida wissen sollte.
Ein Turnier mit vielen Namen
Die Miami Open sind allseits bekannt – doch hieß es nicht immer so. Das Turnier hat trotz seiner vergleichsweisen jungen Geschichte schon mehrere Namenswechsel hinter sich. Lipton International Players Championships, Erricson Open oder Sony Open Tennis. Ab 2015 zog sich der langjährige japanische Medienkonzern Sony als Hauptsponsor jedoch zurück, sodass wir beim heutigen Namen ,,Miami Open“ landen. Somit rückt die Stadt Miami selbst nun in den Fokus.
Das legendäre ,,Sunshine Double“
Die Miami Open sind Teil des sogenannten ,,Sunshine Doubles“, der den Gewinn des Masters-Turniers in Indian Wells und der anschließenden Miami Open bedeutet. Wem es gelingt, beide Turniere hintereinander zu gewinnen, dem gelingt das ,,Sunshine Double“. Das „Sunshine Double” schafften bei den Herren insgesamt sieben Profis (Novak Djokovic, Roger Federer, Jim Courier, Michael Chang, Pete Sampras, Marcelo Rios und Andre Agassi). Djokovic gelang dieses Kunststück sogar viermal, Roger Federer dreimal. Bei den Damen schafften vier Spielerinnen das „Sunshine Double” – Steffi Graf (zweimal), Kim Clijsters, Victoria Azarenka und Iga Swiatek. Das diesjährige Masters-Turnier in Indian Wells konnten bei den Herren Jannik Sinner und bei den Damen Aryna Sabalenka gewinnen. Es bleibt abzuwarten, ob einer von beiden oder sogar beide in Miami das „Sunshine Double” fixieren.
Miami Open: Auch für die Weltelite eine Herausforderung
Das Turnier in Florida erweist sich hierbei als eine besondere Herausforderung, denn abgesehen von den erschwerten Spielbedingungen durch das Wetter mit der hohen Luftfeuchtigkeit in Miami, gibt es auch ein enormes Teilnehmerfeld. Das Hauptfeld umfasst sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen 96 Spieler. Das heißt: Die Topspieler müssen sechs Matches gewinnen, um sich den Titel zu sichern – eine anspruchsvolle Herausforderung. Ungesetzte Spieler brauchen sogar sieben Siege – wie bei einem Grand-Slam-Turnier.
Wenn Tiere den Court stürmen
Aufgrund der Lage des Turniers kommt es gelegentlich auch vor, dass die Miami Open tierische Besucher verzeichnen. So stattete ein knapp vier Meter langer Leguan dem Match von Tommy Haas und Jiri Veseley 2017 einen kleinen Besuch ab und es entbrannte eine wilde Verfolgungsjagd über den Platz – typisch Florida eben.
Millionenpreisgeld lockt die Topstars
Das Turnier gehört mit zu den bestbezahlten Events abseits der Grand Slams und umfasst ein Preisgeld von mehreren Millionen US-Dollar. Damit zieht es die komplette Weltelite an. Das genaue Preisgeld liegt bei 9,415 Millionen US-Dollar für Männer wie auch Frauen.
Die Rekordhalter
Rekordsieger: Bei den Herren teilen sich Novak Djokovic und Andre Agassi mit jeweils sechs Titeln den Rekord. Bei den Damen hält Serena Williams mit acht Titeln den alleinigen Rekord.
Miami Open: Der Durchbruch von Alcaraz
Der jüngste Gewinner der Miami Open ist Carlos Alcaraz. Er gewann 2022 mit nur 18 Jahren das Turnier. Dies war sein erstes Masters-Titel und markierte den Beginn seines Durchbruchs auf der ATP-Tour.
Miami Open: Mehr als Tennis
Die Miami Open verstehen sich auch als eine Art Lifestyle-Event. Konzerte, Food-Festivals oder Fan-Events sind an der Tagesordnung. Das Turnier bricht damit regelmäßig seine eigenen Zuschauerrekorde: 2025 waren es insgesamt 405.488 Fans.
Tennis im Football-Stadion
Der zweite Teil des „Sunshine Double” hat einen einzigartigen Austragungsort, denn seit 2019 findet das Turnier im Hard Rock Stadium in Miami Gardens statt. Damit ist es weltweit das einzige große Tennisturnier, das in einem NFL-Stadion ausgetragen wird. Hierbei handelt es sich sogar um ein Stadion im Stadion: Auf dem Rasen wird jedes Jahr ein temporärer Court mit knapp 14.000 Plätzen aufgebaut. Von 1987 bis 2018 wurde das Turnier auf der Halbinsel Key Biscayne ausgetragen. Aufgrund der Lage galten die Miami Open als eine der schönsten Turniere weltweit.
Pechvögel: Absagen und Aufgaben bei den Finalisten
Das Herren-Finale konnte in der Vergangenheit dreimal nicht gespielt oder zu Ende gespielt werden. Beispielsweise konnte 1989 Thomas Muster kurz vor dem Finale aufgrund eines Autounfalles nicht antreten. Guillermo Coria brach 2004 das Finale wegen Nierensteinen ab. 1996 beendete Goran Ivanisevic das Endspiel gegen Andre Agassi nach wenigen Minuten wegen einer Verletzung ab.

