2019 China Open – Day 8 (Semi Finals)

Zverev contra Sharypova – das geschah bisher

Kurz vor den ATP Finals in London, dem Treffen der besten acht Spieler des Jahres, kann sich die sportliche Bilanz von Alexander Zverev (23) sehen lassen. Bei den US Open zog er ins Finale ein, bei den French Open ins Achtelfinale. Er gewann die beiden neuen  ATP-Turniere in Köln und gab sich beim Masters 1000-Event in Paris-Bercy erst im Finale Daniil Medvedev geschlagen. Abseits des Platzes sieht sich die Nummer sieben der Welt mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Olga Sharypova bezichtigt ihren Ex-Freund Zverev der häuslichen Gewalt. tennismagazin.de fasst die  bisherigen Geschehnisse zusammen.

Nachdem Alexander Zverevs Ex-Freundin Brenda Patea am 28. Oktober bekannt gab, ein Kind vom deutschen Tennisprofi zu bekommen, folgte wenige Stunden später eine weitere überraschende Nachricht: Olga Sharypova, eine weitere Ex-Freundin von Zverev, unterstellte ihrem ehemaligen Partner psychische und emotionale Gewalt. Beweise für die Taten gibt es nicht. tennismagazin.de erklärt, worum es überhaupt geht.

Wer ist eigentlich Olga Sharypova?

Olga Sharypova

Olga Sharypova war selbst als Juniorin auf der ITF-Tour unterwegs.

Olga Sharypova ist gebürtige Russin, 23 Jahre alt und lebt in Moskau. Ihr Spitzname ist „Olya“, wie sie sich auch bei Instagram nennt. Sie studierte im Bereich Journalismus in Russland und ist derzeit auch als Fotografin unterwegs. In ihrer Kindheit galt sie als talentierte Tennisspielerin, trainierte bei Marina Marenko, einer Freundin ihrer Mutter, die auch bekannt ist als die Mutter von Andrej Rublev. Weltweit reiste Sharypova auf der ITF-Junior-Tour von Turnier zu Turnier. Und genau hier begann ihre Geschichte mit Alexander Zverev. Als Sharypova 14 Jahre alt war, traf sie den deutschen Profi bei einem Turnier in den USA. Die zwei verstanden sich gut, lernten einander kennen und trafen sich häufiger. Ein Jahr später entschied sich die Russin allerdings gegen eine Tenniskarriere, weshalb der Kontakt abbrach.

Die Beziehung zwischen Zverev und Sharypova

Knapp sechs Jahre später reagierte Zverev, laut Sharypovas Aussagen, auf einen ihrer Instagram-Beiträge und sie chatteten wieder. Daraufhin lud er sie im Anschluss an die US Open 2018 nach Monte Carlo ein. Knapp 13 Monate waren die zwei liiert. Anfänglich leugnete Zverev die Beziehung in verschiedenen Interviews („Sie ist eine Freundin der Familie“), aber Sharypova begleitete ihn zu verschiedenen Turnieren in unterschiedlichen Städten. Spätestens nachdem Sharypova und Zverev Fotos vom gemeinsamen Urlaub auf den Malediven posteten, schien es ernst mit der Beziehung. 

Anschließend war Sharypova häufiger in Zverevs Box und auch in den sozialen Medien präsent. Ebenso wie jeder Interessierte ihre Präsenz mitbekam, fiel auch auf, wenn die junge Dame fehlte oder Instagram-Beiträge plötzlich gelöscht wurden. Die „On-Off-Phasen“ der Beziehung kommunizierte Zverev auch in verschiedenen Pressekonferenzen.

Beispielsweise äußerte er sich sichtlich getroffen zu seinen privaten Angelegenheiten bei den BMW-Open 2019. „In letzter Zeit sind viele Dinge passiert. Die Managementsituation, die Kraft kostet. Mein Vater kann dazu erstmals nicht bei mir sein. Und die Beziehung mit meiner Freundin ist zu Ende“, räumte der damals 22-Jährige ein. Aber wenige Wochen später  sah man das Gesicht der jungen Russin wieder in der Box beim Mercedes-Cup in Stuttgart und auch am Hamburger Rothenbaum war sie dabei. Hier ließ das junge Paar sich gemeinsam auf der Players Party ablichten. Alles schien in Ordnung.

Alexander Zverev, Olya Sharypova

Alexander Zverev mit seiner Ex-Freundin Olga „Olya” Sharypova beim ATP-Turnier in Hamburg 2019.

Sharypova begleitete ihren Freund auch zu den US Open und anschließend zu Turnieren nach China. Kurz darauf war die Beziehung beendet, Sharypova wieder in ihrer Heimat Moskau und Zverev in Paris, wo er seine nächste Freundin, Model Brenda Patea, kennenlernte.

So begannen die Vorwürfe

Am 28. Oktober, einem Mittwoch, nachdem die Schwangerschaft von Brenda Patea bekannt geworden war, veröffentlichte Olga Sharypova über ihr Instagram-Profil ein Foto von sich selbst mit den Worten „Ich wurde geschlagen und werde nicht mehr leise sein“.

In dem Post in ihrer Muttersprache Russisch erklärt sie, ohne Namen zu nennen, dass sie ein Opfer häuslicher Gewalt wurde. Sharypova berichtet von einem Vorfall im August 2019 in New York City als ein Streit eskalierte, ihr Freund ihren Kopf gegen eine Wand geschlagen haben soll, ihre Arme verdreht und sie mit einem Kissen gewürgt haben soll. Sie habe Angst um ihr Leben gehabt, konnte aber entkommen und sei ohne Schuhe auf die Straße geflüchtet.

Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung des Beitrages entbrannten Spekulationen in den sozialen Netzwerken, da zur besagten Zeit die US Open in New York stattfanden und Sharypova damals mit Alexander Zverev liiert war. Die Meinungen zum Beitrag der Russin polarisierten. Beispielsweise schrieb eine Nutzerin: „Du bist so mutig, das auszusprechen. Es tut mir so leid, was du durchmachen musstest.“ Zudem gewann auch der Hashtag #IstandwithOlya an Reichweite. Es kam aber auch massive Kritik an ihren Worten auf. „Bin ich der Einzige, der denkt, dass das Bullshit ist? Warum heute, der Tag an dem Zverev herausfindet, dass er Vater wird? Hast du das gerade entschieden, als du aufgewacht bist? Es kann ja wahr sein, aber sei ehrlich, das ist schon sehr merkwürdig“, schrieb ein Nutzer.

Wie sehen die Vorwürfe gegen Zverev im Detail aus?

Die unten aufgelisteten Vorwürfe sind Aussagen, die von Olga Sharypova über ihren Instagram-Kanal und in einem Interview mit dem „Racquet-Magazin“ getätigt wurden. Beweise oder Bestätigungen der Vorwürfe gibt es nicht.

Emotionale Gewalt

– Laut Sharypova habe Zverev, bevor er körperliche Gewalt anwendete, häufig emotionale Gewalt ausgeübt. Der erste Fall, den sie schildert, war in einem gemeinsamen Urlaub in der Off-Season auf den Malediven. Hier soll er sie mit Äußerungen wie „Du bist ein Niemand“ beschimpft haben.

– Die „psychische“ oder „emotionale“ Gewalt, wie Sharypova sie nennt, war für sie besonders dann zu spüren, wenn sie alleine in ihrer Heimat bei Familie und Freunden war. Dabei soll Zverev sie und ihre Freunde mit Nachrichten und Anrufen terrorisiert haben. Er soll gewollt haben, dass sie ständig erreichbar ist, mit ihm schreibt und spricht. „Er wollte, dass ich mich schuldig fühle, wenn ich eine schöne Zeit ohne ihn verbrachte.“ Weiter fragt sie sich: „Wie er das gemacht hat, weiß ich nicht, denn er musste trainieren und zum Physio.“ Deshalb fühlte sie sich schlecht, sobald sie ohne ihn Spaß hatte, weil sie wusste, er würde wütend sein. Später verzichtete sie deshalb nach eigener Aussage darauf, mit Freunden etwas zu unternehmen.

Schuldzuweisungen

– Zu Sharypovas offensichtlich labilem emotionalen Zustand trugen weiterhin auch Schuldzuweisungen bei. „Ich war der Grund, wenn er schlecht spielte. Ich war der Grund für all seine Niederlagen. Für ihn war ich die Ursache all seiner Probleme“, behauptet sie. Sie sagte, dass sie alles für ihn und seine Karriere gab, aber nicht darauf vorbereitet war, sich dennoch so nutzlos zu fühlen.

– Das erste Mal, dass Zverev handgreiflich geworden sein soll, sei in seinem Appartement in Monaco gewesen. Sie berichtet: „Ich wollte gehen, weil wir einen wirklich großen Streit hatten. Ich stand im Flur und er schlug meinen Kopf gegen die Wand.“ Anschließend sei sie zu Boden gefallen. Sie beschreibt die Situation weiter: „Er bekam Angst und fing an zu lügen. Er sagte, ich hätte ihn zuerst geschlagen. Er sagte, er habe es nicht getan.“ Dennoch versuchte sie, die Situation wieder zu beruhigen. Auch er soll sich entschuldigt haben.

New York 2019

– Nach Sharypovas Aussagen sei die Situation im August 2019 in New York schließlich eskaliert. Bei einem lauten Streit soll Zverev sie mit einem Kissen gewürgt haben. Sie habe keine Luft mehr bekommen, habe sich aber befreien und ohne Schuhe aus dem Hotelzimmer in die Lobby flüchten können, wo sie sich weinend auf einem Sofa versteckt habe.

– Aus Angst von anderen Leuten aus der Tenniswelt entdeckt zu werden, sei sie auf die Straße gegangen, wo Fremde ihr beigestanden haben sollen. Schließlich habe sie Surduk, einen Freund, der in New Jersey wohnt, kontaktiert. Dieser habe sie abgeholt. Sie sei über Nacht bei ihm geblieben. In dieser Zeit habe Zverev Surduk kontaktiert und nach Olga gefragt.

– Am folgenden Tag seien sie zurück zum Hotel gefahren, wo Sharypova nach eigener Aussage ihre Sachen abholen wollte. Sie habe sie vor der Tür ihres Zimmers gefunden. Drei Tage habe sie dann bei ihrem Freund Surduk und seiner Stiefmutter verweilt und sich ihnen anvertraut. Diese sollen aber ihren Aussagen wenig Glauben geschenkt haben, sodass die Stiefmutter Kontakt zu Zverev aufnahm und ihn zu einem klärenden Gespräch eingeladen haben soll.

– Sharypova versöhnte sich in der Folge offenbar mit Zverev, allerdings nicht aus eigener Überzeugung: „Ich habe ihm vergeben, weil die Leute mich überzeugt haben.“ Dabei habe die damals  22-Jährige vor allem an sich selbst gezweifelt: „Ich dachte: ‚Okay, vielleicht bin ich wirklich verrückt und verstehe nicht, was ich tue oder tun sollte.“

Laver Cup Genf 2019

Nach den US Open wurden Zverev und Sharypova gemeinsam in Genf gesehen, wo der Laver Cup 2019 ausgetragen wurde.

Alexander Zverev und Olga Sharypova beim Laver Cup 2019 in Genf.

Sharypova: „Es war das erste Mal, dass er mich schlug“

– Nach den Vorfällen  in New York soll  Sharypova sich in einer „tiefen Depression“ befunden haben. „Ich wollte nicht leben“, sagte sie im Interview mit Racquet. Nach der Zeit in der amerikanischen Metropole sollen sich die physischen Vorfälle gehäuft haben.

– In einem Streit im Hotel in Genf habe Zverev Sharypova ins Gesicht geschlagen. „Sonst schubste er mich, verdrehte mir die Arme oder würgte mich. Aber das war das erste Mal, dass er mich schlug, wirklich schlug.“ Nachdem Zverev den Raum verließ, sei Sharypova zusammengebrochen: „Ich bin emotional gestorben.“

Sharypova mit einem Suizid-Versuch

– Was sie in diesem Moment aber begriffen habe, war, dass sie bei ihm nicht bleiben wollte. Jedoch erklärte sie: „Ich wusste, er würde mich nicht gehen lassen.“ Sie erzählte, dass sie in dem Zimmer Insulin fand und sich dessen bewusst war, wenn eine gesunde Person Insulin nimmt, dass es tödlich enden kann. Sie habe sich im Bad eingesperrt und das Insulin selbst injiziert.

– Kurze Zeit später sei Zverev zurückgekommen, habe die Situation erkannt und  einen Offiziellen der ATP-Tour zur Hilfe geholt. Dieser habe Sharypova überreden können, das Bad zu verlassen. Von ihm habe sie Glucose-Tabletten erhalten, die gegen das Insulin wirken. Anschließend habe sie drei Tage im Hotel-Bett im abgedunkelten Zimmer verbracht.

Gibt es Beweise für die Anschuldigungen?

Nein, es gibt keine Beweise für die Anschuldigungen. Sharypova veröffentlichte Screenshots aus dem Chat, den sie während der US Open mit ihrem Freund Surduk führte. Allerdings fragte sie laut eigenen Angaben beim „Lotte New York Palace“, dem Hotel, in dem sie während der US Open untergekommen waren, nach Video-Aufzeichnungen zu dem besagten Datum. Auf Anfrage erklärte das Hotel, dass man das Material nur unter gerichtlicher Aufforderung herausgeben dürfte. Zudem blieb zweifelhaft, ob  das Videomaterial überhaupt noch existieren würde.

Sharypova veröffentlichte diese WhatsApp-Konversation zwischen ihr und ihrem Bekannten Sudruk in den sozialen Medien.

Im Interview mit Racquet traten ebenso ihr Bekannter Sudruk sowie seine Stiefmutter mit eigenen Aussagen in Erscheinung. Sie sagten, dass sie den Ablauf und den Verbleib Sharypovas in ihrem Haus bestätigen können. Sudruk bestätigte zudem die Schilderungen der Russin: “Sie erzählte mir, dass sie misshandelt wurde […]. Sie sagte, sie hätten sich gestritten. Ich wusste, dass es etwas Körperliches war, aber wie schlimm es war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.”

Sudruks Stiefmutter, die Zverev zur Versöhnung eingeladen haben soll, habe dem Tennisprofi auf Anhieb geglaubt: „Ich war absolut auf seiner Seite.“ Nun bereut sie aber nach Aussagen im Interview, Sharypova nie geglaubt zu haben: “Sie wollte einfach nur gehen. Vasil (ihr Stiefsohn, Anm. d. Red.) unterstützte mich zu dieser Zeit. Wir beide haben sie dazu gebracht, Frieden zu schließen und wieder zusammenzukommen (mit Zverev, Anm. d. Red.)”

Ein weiterer potentieller Zeuge könnte der Offizielle sein, der Sharypova im Hotel in Genf geholfen haben soll. Auf Anfrage von Racquet verweigerte er aber eine Äußerung. Er berief sich auf seine beruflichen Vorgaben, Vorfälle mit Spielern vertraulich zu behandeln und geheim zu halten.

Wie reagierte Zverev auf die Anschuldigungen?

Alexander Zverev äußerte sich zunächst über seine Social Media-Kanäle zu den Anschuldigungen. Hier schrieb der 23-Jährige: „Wir kennen uns seitdem wir Kinder sind und haben gemeinsam viel erlebt. Ich bedauere es sehr, dass sie sich so äußert. Denn die Vorwürfe entsprechen schlicht nicht der Wahrheit. Wir hatten eine Beziehung, die aber seit langem beendet ist. Warum Olga diese Vorwürfe jetzt erhebt, kann ich mir nicht erklären.“

Der Verfasser des Racquet– Artikels, Tennis-Journalist Ben Rothenberg, kontaktierte Tony Godsick, den Manager von Alexander Zverev. Statt einer Antwort Godsicks reagierte Belà Anda, ein PR-Spezialist für Krisenmanagement und ehemaliger Regierungssprecher von Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Auch er verwies auf das Social Media-Statement Zverevs und gab an, dass sie an einem vernünftigen und respektvollen Dialog mit Sharypova arbeiten würden.

Bei seinen Auftritten beim Masters-1000-Event in Paris-Bercy verwies Zverev – angesprochen auf die neuen Vorwürfe Sharypovas – stets auf seinen Instagram-Beitrag und beharrte darauf, dass die Aussagen seiner Ex-Freundin nicht wahr seien.

Zverev: „Sie wollen, dass du fällst, wenn du oben bist“

Nachdem Zverev während der Pressekonferenzen in Paris jedoch mehrfach um Stellungnahmen zu den Gewalt-Vorwürfen gebeten wurde, sagte er nach seinem Halbfinal-Sieg gegen Rafael Nadal: „Ich habe gelernt, dass es immer Leute geben wird, die es nicht gut mit dir meinen. Sie wollen, dass du fällst, wenn du oben bist. Es liegt an mir, das nicht zuzulassen.“

Nach seiner Finalniederlage gegen Daniil Medvedev in Paris-Bercy griff Zverev das Thema von sich aus auf. „Es gibt Leute, die mir mein Lächeln aus dem Gesicht wischen wollen, aber ich kann versichern, dass ich unter meiner Maske lächle“, sagte der 23-Jährige während der Siegerehrung. „Wer immer mir mein Lächeln nehmen will, soll es versuchen – aber ich lächle.“

Warum geht Sharypova nicht den juristischen Weg?

Hinter den Anschuldigungen von Zverevs Ex-Freundin stehen viele Fragezeichen. Zunächst fehlen Beweise, die ihre Aussagen bestätigen. Des weiteren stellt sich die Frage, weshalb Sharypova ihre Geschichte über Instagram publik macht und keinen juristischen Weg einschlägt.

Der Autor des Artikels im Magazin Racquet schreibt, sie habe keine Anklage erhoben und habe dies auch nicht vor. Sharypova strebe keinen Strafprozess an, da „sie nichts von ihm will“. Ihr Ziel sei es, anderen Menschen, die in ähnlichen Situationen stecken, zu helfen und ihnen Kraft zu geben zu überleben und so widerstandsfähig wie sie zu sein.

Sharypova: „Jetzt werde ich nicht ignoriert“

Sie selbst begründet diese Entscheidung wie folgt: „Damals haben sie mich ignoriert. Aber jetzt werde ich nicht ignoriert. Ich bin nicht nichts. ich bin eine Person, habe eine Stimme und kann nicht mehr schweigen.“ Sie fährt fort: „Es war wirklich schwer, damit anzufangen, darüber zu sprechen, aber ich weiß, dass viele Menschen vielleicht nicht die gleiche Situation durchmachen, aber mit ähnlichen Dingen konfrontiert sind: Belästigung, Missbrauch, Mobbing, komplizierten Beziehungen. Ich möchte allen zeigen, dass es am Ende des Tages ein gutes Ende der Geschichte geben kann.“

Sharypova: „Viele Menschen haben Angst davor das zu tun, was sie wollen. Sie wollen schreien, aber schweigen. Sie wollen rennen, aber sitzen nur. Ich möchte nur, dass Menschen verstehen, dass das Leben wirklich zu kurz ist. Sie müssen es genießen.“

Fazit

Für Zverev ist es eine unangenehme Geschichte. Dass die Anschuldigungen massiv sind, sieht man daran, dass sein Management, Team8, mit Belà Anda ein Schwergewicht als „Feuerwehrmann“ verpflichtet hat. Anda war stellvertretender Chefredakteur der Bild-Zeitung und von 2002 bis 2005 Regierungssprecher und Chef des Bundespresseamtes unter Kanzler Gerhard Schröder. In die Chefetagen der großen deutschen Verlage pflegt er beste Kontakte. Fakt ist: Es waren nur zwei Personen an den Geschehnissen beteiligt – Zverev und Sharypova. Nur sie kennen die Wahrheit und es steht Aussage gegen Aussage. Es gibt auch kein Strafverfahren. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung würde für Zverev die Unschuldsvermutung gelten.

Hier lesen Sie das ganze Interview von Racquet Magazine.