Monte-Carlo-Sieger 2021 und 2022: Stefanos Tsitsipas

Monte-Carlo-Sieger 2021 und 2022: Stefanos Tsitsipas. Nun trifft er im Endspiel 2024 auf Casper Ruud.Bild: AFP/SID/VALERY HACHE

Masters Monte Carlo: Überrschungsfinale Ruud vs. Tsitsipas

In Monte Carlo steht das Endspiel des ersten Sandplatz-Masters des Jahres bevor. Mit der Finalpaarung Casper Ruud vs. Stefanos Tsitsipas hätten wohl nur die wenigsten gerechnet.

In Monte Carlo stehen sich mit Stefanos Tsitsipas und Casper Ruud zwei Spieler gegenüber, welche in letzter Zeit auf der Suche nach ihrer Form waren. Beide fielen zuletzt aus den Top 10 der Welt. Doch in dieser Woche machten sie ihrem Ruf als Sandplatzspezialisten alle Ehre. Während Tsitsipas seinen dritten Triumph im Fürstentum anstrebt, will Ruud seinen ersten Titel oberhalb der 250er-Ebene auf Sand gewinnen.

Ruud und Tsitsipas im direkten Vergleich

Das Finale von Monte Carlo wird die vierte Begegnung der beiden sein. Zum ersten Mal trafen sie 2021 im Achtelfinale beim Masters in Madrid aufeinander. Damals gewann der Norweger in zwei Sätzen. Die zwei anderen Begegnungen fanden auf Hartplatz statt. Im Viertelfinale von Toronto setzte sich, ebenfalls 2021, der Grieche durch. Das bisher letzte Duell datiert auf Februar diesen Jahres. Im Halbfinale von Los Cabos/Mexico behielt wieder Ruud die Oberhand.

Tennis Masters Monte Carlo

Zurück in Form: Casper Ruud fühlt sich auf Asche immer besonders wohl.Bild: AFP/SID/EMMANUEL DUNAND

Die Kontrahenten im Überblick

Casper RuudStefanos Tsitsipas
LandNorwegenGriechenland
Alter2525
Körpergröße183 cm193 cm
Körpergewicht77 kg90 kg
Live-Ranking vor der Partie69
Bestes Ranking23
Größte KarriereerfolgeFinale French Open 2023 & 2022 + US Open 2022Sieger Monte Carlo 2021 & 2022, Finale French Open 2021 & Australian Open 2023
Bestes Ergebnis in Monte CarloHalbfinale 2021Sieger 2021 & 2022

Tsitsipas & Ruud: Der Weg ins Finale

Sowohl dem Griechen als auch dem Norweger müssen auf Sand gute Ergebnisse zugetraut werden. In Monte Carlo standen aber weder Tsitsipas noch Ruud auf der Liste der Favoriten. Die ersten Partien gewannen beide souverän. Tsitsipas gab gegen Laslo Djere und Tomas Martin Etcheverry insgesamt nur sechs Spiele ab und auch Ruud spielte sich ohne Satzverlust an Alejandro Tabilo und Hubert Hurkacz vorbei. Gegen die deutsche Nummer eins Alexander Zverev vergab der Grieche weiterhin keinen Satz, obwohl er im zweiten Durchgang zwischenzeitlich eine 5:0 Führung verspielte und bereits Matchbälle vergeben hatte. Auch Karen Khachanov räumte er im Viertelfinale glatt in zwei Sätzen aus dem Weg. Ruud dagegen musste in seinem Viertelfinale gegen Ugo Humbert erstmals im Turnier über drei Sätzen gehen.

So ansprechend ihre Leistungen bis dahin auch waren. Spätestens das Halbfinale wurde für beide als Endstation prognostiziert. Dort musste Ruud gegen den Topgesetzten Novak Djokovic und Tsitsipas gegen den formstärksten Spieler des Jahres, Jannik Sinner, ran. Beide Spiele gingen über drei Sätze. Beide Male ging der Underdog als Sieger hervor. Besonder Tsitsipas´ Erfolg über Sinner ist beeindruckend. Er fügte dem Italiener die erst zweite Niederlage in diesem Jahr zu. Für den Norweger ist es, gemessen an der Weltranglistenposition des Gegners, sein größter Erfolg. Er steht nach Miami 2022 zum zweiten Mal im Endspiel eines Masters-Turniers. Tsitsipas wird in seinem sechsten Masters-Finale um den dritten Titel spielen.

 

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Rückkehr zu alter Form?

Egal wer letztendlich den prestigeträchtigen Titel mit nach Hause nimmt: Für beide dürfte die erfolgreiche Woche in Monte Carlo gerade richtig kommen. Ruud, French Open Finalist aus dem letzten Jahr, ließ in den letzten Monate gute Leistungen vermissen. Bis auf Bastad/Schweden, kam er nach Roland Garros im restlichen Jahr in kein Halbfinale mehr. Auch einige frühe Niederlagen stehen zu Buche. 2024 ging dann wieder etwas vielversprechender los. Nach schwachen Australian Open gelang ihm innerhalb von zwei Wochen der Einzug ins Finale von Los Cabos und Acapulco. Die Sandplatzsaison begann der 25-Jährige mit einem Halbfinale in Estoril. Das Finale in Monte Carlo dürfte für ihn im Hinblick auf die weiteren Turniere auf seinem Lieblingsbelag eine willkommene Rückkehr zur alten Stärke sein.

Auch Stefanos Tsitsipas blickt auf ein eher durchwachsenes Jahr 2023 zurück. Gestartet war der Grieche noch mit dem Finale bei den Australian Open und in der Sandplatzsaison spielte er bei jedem Turnier, an welchem er teilnahm, mindestens das Viertelfinale. In der zweiten Jahreshälfte musste er dann immer wieder frühe Niederlagen einstecken, was sich auch in 2024 bisher fortsetzte. Infolgedessen fiel er auch zum ersten Mal seit 2019 aus den Top 10. Genau wie für seinen Finalgegner Ruud, dürften ihm jetzt die guten Leistungen in Monte Carlo willkommen sein. Pünktlich zum Start der Saison auf seinem Lieblingsbelag scheint auch der Grieche seine Form wiedergefunden haben.