Rogers Cup Montreal – Day 8

Nach Sieg in Montreal: Nadal sagt für Cincinnati ab

Nachdem Rafael Nadal am Sonntagabend seinen 35 ATP Masters-1000er Titel holte, sagte er nun für das nächste Großevent in Cincinnati ab.

Rafael Nadal vollbrachte am Sonntag in Montreal etwas für ihn einmaliges. Zum ersten Mal in seiner Karriere konnte er einen Titel auf Hardcourt verteidigen, nachdem er das kanadische Masters-Events schon 2018 in Toronto für sich entschieden hatte. In Kanada wechseln sich die Austragungsort jedes Jahr ab.

Nadal wirkte fit und fokussiert

Dabei war sein 6:3, 6:0-Sieg gegen den Russen Daniil Medvedev eine wahr Machtdemonstration. Nadal wirkte unglaublich fokussiert, fit und siegeshungrig. Es war sein 35. Titel auf höchster ATP-Stufe und sein insgesamt 83. Turniersieg. „Ich habe ein solides Match gespielt, ohne Zweifel mein bestes in dieser Woche. Ich habe viele Dinge gut gemacht und die Richtungen sowie den Rhythmus während eines Punktes gewechselt. Der Slice hat gut funktioniert“, sagte Nadal nach dem klaren Finalsieg.

Umso überraschender war die anschließende Absage für das nächste Masters-1000er Event, das diese Woche in Cincinnati stattfindet. Nadal ließ über den Turnierausrichter mitteilen, dass er wegen Müdigkeit nicht in den US-Bundesstaat Ohio kommen wird. Nur zur Erinnerung: Sein Halbfinale in Montreal hatte er kampflos gewonnen, weil Gegner Gael Monfils nicht antrat. Und im Blitz-Endspiel gegen Medvedev stand er nur 70 Minuten auf dem Platz. Dass er nun Müdigkeit als Grund für sein Rausziehen in Cincinnati angibt, wirkt zumindest merkwürdig.

Allerdings handelte Nadal 2018 genauso: Nachdem er letztes Jahr das Finale in Toronto gegen Stefanos Tsitsipas gewonnen hatte, sagte er ebenfalls das Masters in Cincinnati ab. Damals ließ er verlauten: „Ich muss auf meinen Körper achten, damit ich fit und gesund bleibe. Ich bin meinem guten Freund Andre Silva, dem Turnierdirektor, sehr dankbar für sein Verständnis.“

Nadal war in Cincinnati an zwei gesetzt

Für Nadal, der in Cincinnati an Position zwei gesetzt war, rutscht nun Lucky Loser Mikhail Kukuschkin ins Hauptfeld. Alexander Zverev, der sich ebenfalls in der unteren Hälfe des Draws befindet, könnte von Nadals Absage profitieren. Für ihn könnte aber schon das Auftaktmacht (gegen den Sieger der Partie Miomir Kecmanovic vs. Felix Auger-Aliassime) zu einer schweren Prüfung werden.

Novak Djokovic und Roger Federer wurden beide in die obere Hälfe gelost und könnten somit im Halbfinale aufeinander treffen.