Nick Kyrgios

Nick Kyrgios über „Big Three“: „Keine Götter des Sports“

Nick Kyrgios spricht über die Schwachstellen von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic und den Aufschlag von unten.

Nick Kyrgios liebt die große Bühne. Geht es gegen die besten Spieler, ist der 23-jährige Australier stets topmotiviert. Seine Bilanz gegen die „Big Three“: 6:6. Während Kyrgios im Head-to-head gegen Federer mit 1:3 zurückliegt, steht es gegen Nadal 3:3-Unentschieden. Gegen Djokovic konnte er gar beide Duelle gewinnen. In einem Exklusivinterview mit der britischen Tageszeitung Daily Mail sprach Kyrgios unter anderem über die Schwachstellen der „Big Three“ und was es braucht, um gegen sie zu bestehen.

Kyrgios: „Federer wird müde in engen Situationen”

„Sie machen nichts spektakulär gut. Natürlich ist Federer unglaublich talentiert und der Größte aller Zeiten. Aber er wird müde in engen Situationen. Djokovic kämpft mit kurzen Bällen. Er mag es nicht, nach vorne zu kommen. Sein zweiter Aufschlag ist manchmal etwas wackelig. Rafa liebt es, in der Defensive zu sein. Man kann Druck auf seine Vorhand ausüben und ihn dabei bloßstellen, wie weit zurück er steht“, erklärte Kyrgios.

„Sie haben Schwächen. Wenn man mit der richtigen Weise spielt und es unter Druck richtig ausführt, können sie besiegt werden. Natürlich stehen sie ein Level über uns allen, aber sie sind definitiv schlagbar. Ich finde nicht, dass sie wie Götter des Sports sind.“ Der Australier nahm zudem Stellung zu seiner Spielweise, vor allem zum Aufschlag von unten, mit dem er in Acapulco bei seinem Sieg gegen Rafael Nadal für Diskussionsstoff sorgte.

Tennis ist für Kyrgios Unterhaltungsbusiness

„Ich serviere von unten und die Leute sagen: ‚Er ist respektlos‘, aber wenn andere Leute das tun, dann würden sie sagen, dass es ein sehr technischer Einschub sei. Wenn ich das tue, ist es so, als ob das Dach einstürzt. Ich werde nie mehr einen Aufschlag von unten machen, weil ich deswegen gebrandmarkt wurde. Nein, ich mache Witze. Ich werde das mit Sicherheit wieder tun. Ich habe heute die ganze Zeit darüber nachgedacht“, sagte Kyrgios nach seinem Auftaktsieg bei den Miami Open gegen Alexander Bublik. Im folgenden Match gegen Dusan Lajovic servierte Kyrgios tatsächlich zweimal von unten.

Seinen Sport betrachtet das „Enfant terrible“ ohnehin als Unterhaltungsbusiness. „Manchmal denke ich, dass Tennis viel zu ernst ist. Ich denke nicht an Zielsetzungen. Es passiert so viel auf der Welt, von dem wir geschützt sind. Ich versuche, nicht so viel Aufmerksamkeit auf mein Tennis zu haben. Ich komme rein und spiele mein Match. Danach bin ich wieder draußen.“